Kurznachrichten

Witwe des verstobenen Liu Xiaobo Schriftsteller appellieren im Fall Liu Xia an China

Mehr als 50 Schriftsteller aus den USA und anderen Ländern haben China zur Freilassung von Liu Xia aufgefordert, der Witwe des verstobenen Friedensnobelpreisträgers Liu Xiaobo. "Ihr Gesundheitszustand ist schlecht, sie ist von denen isoliert, die ihr nahe stehen, und sie trauert tief um den Verlust ihres Ehemannes", heißt es in dem an Chinas Präsidenten Xi Jinping adressierten Schreiben, das an dessen "Gewissen" appelliert. Liu Xiaobo war im Juli nach schwerem Krebsleiden in einem chinesischen Krankenhaus gestorben.

Er war 2009 wegen "Untergrabung der Staatsgewalt" zu elf Jahren Haft verurteilt worden, weil er an einem Bürgermanifest mitgeschrieben hatte, in dem er einen "demokratischen und verfassungsgemäßen Staat" gefordert hatte. Während der Autor die vergangenen Jahre im Gefängnis verbrachte, steht seine Frau Liu Xia in Peking unter Hausarrest. Der Aufforderung westlicher Staaten und Menschenrechtsaktivisten, die Witwe nach dem Tod ihres Mannes ohne Auflagen ausreisen zu lassen, kamen chinesische Behörden bisher nicht nach.

Liu Xia leide, "weil sie die Frau eines Mannes ist, den China für einen Dissidenten hält. Sie hat kein Verbrechen begangen und es wurde ihr kein Verbrechen vorgeworfen", heißt es in dem Brief. Zu den 52 Unterzeichnern gehören John Coetzee, Philip Roth und Anne Tyler. Die Schriftstellerorganisation Pen America, die hinter dem Brief steht, will US-Präsident Donald Trump bitten, ihn mit zu seinem Besuch nach China zu nehmen.

Quelle: n-tv.de, dpa