Kurznachrichten

UN spricht von humanitärem Elend Situation im Jemen verschlimmert sich rasant

Zunehmende Militäroperationen, humanitäre Engpässe und schwindende wirtschaftliche Perspektiven haben die Lage im Jemen nach UN-Einschätzung weiter verschlimmert. Nur eine friedliche Lösung könne noch größeres Leid für die Bevölkerung in dem Bürgerkriegsland verhindern, sagte der UN-Sondergesandte Ismail Ould Cheikh Ahmed in einer Sitzung des Sicherheitsrats am Mittwoch. "Es ist meine feste Überzeugung, dass eine weitere militärische Eskalation und humanitäres Elend die Parteien nicht näher zusammenbringen wird."

Den Konfliktparteien hatte er einen Plan mit Maßnahmen vorgelegt, die zu einem raschen Ende des Krieges sowie einem Truppenrückzug und Abrüstung in entscheidenden Gebieten führen sollen. Auch die Bildung einer Übergangsregierung ist darin vorgesehen. Friedensgespräche unter UN-Vermittlung hatten bisher allerdings keinen Erfolg.

In dem bitterarmen Land wütet seit zwei Jahren ein Bürgerkrieg zwischen der sunnitischen, international anerkannten Regierung des Landes und schiitischen Huthi-Rebellen. Sie kontrollieren heute weite Teile ihres Siedlungsgebietes im Nordwesten einschließlich der Hauptstadt Sanaa. Saudi-Arabien unterstützt die Regierung militärisch und fliegt Luftangriffe auf Stellungen der Aufständischen. In dem ärmsten Land im Mittleren Osten lebt mittlerweile jeder zweite Bürger von weniger als zwei Dollar am Tag.

Quelle: n-tv.de, dpa