Kurznachrichten

Eltern erschlagen und vergraben Sohn gesteht Tötung vor Gericht

Ein 44-Jähriger hat gestanden, seine Eltern im rheinhessischen Nieder-Hilbersheim mit einer Handsichel getötet zu haben. Als sein Vater ihn nach einem Streit mit einem sogenannten Schweizer Gertel angriff, habe er ihm das Werkzeug aus der Hand genommen und selber zugeschlagen, ließ er im Landgericht in Mainz über seinen Anwalt erklären. "Ich habe erst aufgehört, als er zu Boden sackte." Direkt danach sei seine Mutter in den Kellerraum gekommen. Auch sie habe er getötet.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass es sich bei der Tötung des Vaters um Totschlag handelt. Die Tat gegen die Mutter sei aber Mord, weil der Angeklagte heimtückisch gehandelt habe, also die Wehrlosigkeit seines Opfers ausnutzte. Außerdem habe er so versucht, die vorherige Straftat zu verdecken. Die beiden 68-Jährigen verbluteten nach dem Angriff im Januar schnell. Der Sohn vergrub die Toten auf seinem Grundstück. Erst nach mehreren Tagen zeigte er den Ermittlern, wo die Leichen liegen.

Das Verhältnis zu seinen Eltern beschrieb er im Prozess als angespannt. Auch im Jahr 2012 habe der Vater den Sohn angegriffen, was mit einer Fraktur in der Augenhöhle endete, die an der Uniklinik behandelt wurde. "Wenn mein Vater im Angriffsmodus war, war er nicht mehr zu bremsen", erklärte er. Sein Anwalt Per Mayer sagte in einer Prozesspause: "Es tut ihm um seine Mutter leid. Zu seinem Vater hat er sich nicht geäußert."

Quelle: ntv.de, dpa

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