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Freitag, 28. September 2012

SPD-Parteichef Gabriel bestätigt in Berlin: Steinbrück wird SPD-Kanzlerkandidat

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Berlin (dpa) - Der frühere Bundesfinanzminister Peer Steinbrück soll Kanzlerkandidat der SPD für die Bundestagswahl 2013 werden. Das bestätigte der Parteivorsitzende Sigmar Gabriel am Freitag in Berlin. Steinbrück solle in einer Sondersitzung des Parteivorstands am Montag nominiert werden.

Gabriel betonte, die Macht der Märkte müsse gebändigt werden und ein neues soziales Gleichgewicht in Deutschland erlangt werden. Darum gehe es bei der Wahl im kommenden September. «Für dieses Ziel und diese Aufgabe ist Peer Steinbrück der beste Kandidat.»

Er habe die Unterstützung der ganzen Partei. Zuvor hatte Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier seinen Verzicht erklärt. Gabriel betonte, er habe dies vor vier Wochen von Steinmeier erfahren. Nachdem dieser Verzicht Steinmeiers am Freitag öffentlich bekannt wurde, hatte Gabriel kurzerhand einen Termin in München abgesagt und war nach Berlin gereist.

Wahrscheinlich im September 2013 tritt der 65-jährige Steinbrück gegen Kanzlerin Angela Merkel (CDU) an. Bislang war die Nominierung für frühestens Ende des Jahres geplant gewsen.

In den vergangenen Tagen hatte jedoch vor allem in den SPD-Landesverbänden der Druck spürbar zugenommen, die Entscheidung vorzuziehen. Wenn die K-Frage noch wochenlang im Fokus stehe, könne die Partei nicht mit ihren Inhalten durchdringen, hieß es. Da in Niedersachsen am 20. Januar ein neuer Landtag gewählt wird, soll die offizielle Kür Steinbrücks im Dezember in Hannover erfolgen. Der 65-Jährige ist seit 1969 Mitglied der Partei und gilt als Mann der klaren Worte - auch gegenüber der eigenen Partei.

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Quelle: n-tv.de

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