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Migration und Flüchtlinge Streit im Akademiker-Milieu um "Willkommenskultur" verschärft sich

Der Streit zwischen Anhängern und Gegnern der "Willkommenskultur" wird jetzt auch im Akademiker-Milieu öffentlich und mit voller Härte ausgetragen. Die sogenannte Erklärung 2018 gegen eine liberale Flüchtlingspolitik erreichte am Donnerstag nach Angaben der Initiatoren um die frühere DDR-Bürgerrechtlerin Vera Lengsfeld mehr als 80 000 Unterstützer.

Unterdessen stieg auch die Zahl derjenigen, die ihren Namen unter eine Art Gegenerklärung mit dem Titel "Unsere Antwort für Demokratie und Menschenrechte" setzten. Unter ihnen sind viele Autoren, Buchhändler, Übersetzer und Lektoren.

Die Mitte März verfasste "Erklärung 2018" besteht aus zwei Sätzen: "Mit wachsendem Befremden beobachten wir, wie Deutschland durch die illegale Masseneinwanderung beschädigt wird. Wir solidarisieren uns mit denjenigen, die friedlich dafür demonstrieren, dass die rechtsstaatliche Ordnung an den Grenzen unseres Landes wiederhergestellt wird." Zu den Erstunterzeichnern gehören unter anderem der Schriftsteller Uwe Tellkamp und der umstrittene Sachbuchautor Thilo Sarrazin. Eine entsprechende Petition wollen die Initiatoren demnächst an den Bundestag richten. Darin wird auch die Einsetzung einer Kommission verlangt, die der Bundesregierung Vorschläge für die Asyl- und Migrationspolitik machen soll.

Auch die Gegenerklärung ist knapp gefasst: "Die Menschenrechte enden an keiner Grenze dieser Welt. Wir solidarisieren uns mit allen Menschen, die vor Krieg, Verfolgung und Armut in unserem Land Zuflucht suchen, und wenden uns gegen jede Ausgrenzung."

Quelle: n-tv.de, dpa

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