Kurznachrichten

Erinnerung an Verfolgung von Nicht-Juden Tel Aviv weiht Denkmal für homosexuelle Nazi-Opfer ein

Als erste Stadt Israels hat Tel Aviv ein Denkmal für homosexuelle Opfer der Nazi-Diktatur in Deutschland errichtet. Eine Sprecherin der Stadtverwaltung, es solle auch an die Verfolgung nichtjüdischer Menschen erinnern. Die offizielle Einweihung sei am 3. Januar geplant.

Das Denkmal im zentralen Meir-Park besteht aus rosafarbenen Dreiecken, auf denen Gedenkschriften in deutscher, hebräischer und englischer Sprache stehen. Während des Nationalsozialismus wurden Homosexuelle verfolgt. Schwule mussten in Konzentrationslagern einen rosa Winkel an der Jacke tragen. Nach Angaben der israelischen Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem wurden etwa 15.000 Homosexuelle in Lagern eingesperrt. Tausende kamen dabei ums Leben.

Tel Avivs Bürgermeister Ron Chuldai sagte, die Nationalsozialisten hätten neben der Judenvernichtung „viele Gräuel begangen, um all jene auszulöschen, die als „anders“ galten“. „Dieses Denkmal erinnert uns daran, wie wichtig es ist, jeden Menschen zu respektieren“, sagte Chuldai. Die Küstenmetropole Tel Aviv gilt Schwulen und Lesben gegenüber als besonders liberal.

Quelle: n-tv.de, dpa