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"Niemanden ausgrenzen" Thüringens CDU-Chef will AfD-Wähler zurückgewinnen

Wenige Wochen vor der Landtagswahl in Thüringen hat CDU-Spitzenkandidat Mike Mohring dafür plädiert, auf AfD-Wähler zuzugehen. Er bekräftigte am Mittwoch im Südwestrundfunk, dass eine Zusammenarbeit mit der Partei "ausgeschlossen" sei.

Zugleich sprach er sich dafür aus, "dass wir uns klar abgrenzen, aber niemanden ausgrenzen". Wichtig sei, dass die AfD-Wähler nicht permanent "in eine rechte Ecke" gestellt würden.  "Wer Brücken baut, der spaltet nicht", sagte der CDU-Landeschef. Das sei die Aufgabe von Volksparteien. AfD-Wählern müsse wieder ein Angebot gemacht werden.

In Thüringen wird am 27. Oktober ein neuer Landtag gewählt. Die jüngste Umfrage vom August sah die Linkspartei von Ministerpräsident Bodo Ramelow vor der CDU und der AfD. Ob Ramelow sein rot-rot-grünes Regierungsbündnis nach der Wahl fortführen kann, ist aber offen.

Thüringen ist damit das dritte ostdeutsche Bundesland, in dem 2019 einer neuer Landtag gewählt wird. Bei den Wahlen in Sachsen und Brandenburg am 1. September wurde die AfD jeweils zweitstärkste Kraft. In Sachsen wurde die CDU trotz erheblicher Verluste mit 32,1 Prozent stärkste Kraft, in Brandenburg sackten die Christdemokraten auf 15,6 Prozent ab.

Quelle: n-tv.de, AFP

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