Kurznachrichten

Friedensverhandlungen für Jemen UN-Sondergesandter fordert Zugeständnisse

Der UN-Sondergesandte für den Jemen hat die Konfliktparteien zu Zugeständnissen aufgefordert, um ein Scheitern der Friedensgespräche zu verhindern. Ismail Ould Sheikh Ahmed sagte am Montag, die für Sonntag abgesagten direkten Gespräche in Kuwait-Stadt würden noch im Laufe des Tages fortgesetzt.

Der UN-Sondergesandte hatte am Sonntag getrennte Treffen mit der jemenitischen Regierungsdelegation und mit der Abordnung der vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen abgehalten.

Die Regierungsdelegation hatte mangelnde Fortschritte bei den Friedensgesprächen beklagt, die Delegation der Aufständischen warf der von Saudi-Arabien angeführten Militärkoalition und den Kräften des jemenitischen Präsidenten Abd Rabbo Mansur Hadi erneut Luftangriffe und Verletzungen der vereinbarten Waffenruhe vor.

Der Leiter der jemenitischen Regierungsdelegation, Außenminister Abdulmalek al-Michlafi, schrieb im Internetdienst Twitter: "Um zum Frieden zu kommen, haben wir alle uns unterbreiteten Vorschläge akzeptiert. Aber nach drei Wochen haben wir nichts in der Hand, weil die Gegenseite sich nicht an ihre Verpflichtungen hielt."

Die am 21. April in Kuwait-Stadt unter der Schirmherrschaft des UN-Sondergesandten begonnenen Gespräche kämen nicht voran. Die Gespräche sollen einen Ausweg aus dem Konflikt im Jemen bringen, in dem bereits mehr als 6400 Menschen getötet wurden.

Die schiitischen Huthis hatten Anfang 2015 die Hauptstadt Sanaa und andere Städte erobert und Präsident Hadi zur Flucht gezwungen. Seit März 2015 griff eine Militärkoalition unter Führung Saudi-Arabiens die vom Iran unterstützten Rebellen aus der Luft an, um Hadi die Rückkehr an die Macht zu ermöglichen.

Quelle: n-tv.de, AFP