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Boykott von Dienstleistern US-Plattform 8chan weiter mit Problemen

Die umstrittene Online-Plattform 8chan, bei der der mutmaßliche Todesschütze von El Paso ein rassistisches Manifest veröffentlichte, ist weiterhin kaum online. Der Grund ist ein Boykott von Internet-Dienstleistern, deren Service für das Funktionieren einer Website notwendig ist. Dabei bekommen auch Firmen Probleme, die 8chan ihre Dienstleistungen anbieten.

Das Online-Forum war am Montag weitgehend offline gegangen, nachdem ihm der IT-Sicherheitsdienstleister Cloudflare den Laufpass gegeben hatte. Cloudflare schützt unter anderem Websites vor Cyberangriffen. 8Chan wechselte zum Konkurrenzdienst BitMitigate, der zum Web-Dienstleister Epik gehört. Unter den Kunden von BitMitigate war bereits unter anderem die Neonazi-Website Daily Stormer. Doch Epik konnte 8chan nicht lange unterstützen: Epik betreibt nämlich kaum eigene Server, sondern mietet diese beim Cloud-Anbieter Voxility an, der Epik prompt kündigte.

Wie unter anderem der Webexperte und frühere Facebook-Sicherheitschef Alex Stamos feststelle, mietet sich Epik nun Server unter anderem bei Amazons Clouddienst AWS.

8chan ist bekannt dafür, dass die Betreiber die von Nutzern geposteten Inhalte nicht kontrollieren oder löschen. Das lockt unter anderem Rassisten auf die Plattform. Neben dem Amoklauf in El Paso hatten zuvor auch die Todesschützen in Christchurch (Neuseeland) und Poway in Kalifornien ihre Taten auf 8chan angekündigt und gerechtfertigt.

Quelle: n-tv.de, dpa

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