Kurznachrichten

Fracking-Boom USA werden 2014 wichtigster Ölförderer der Welt

Die USA überholen dank des Fracking-Booms nach Einschätzung der Internationalen Energieagentur IEA schon im kommenden Jahr Russland als weltweit wichtigsten Ölförderer.

2014 dürften die USA täglich im Schnitt elf Millionen Barrel Öl produzieren, teilte die IEA am Freitag mit. Russland liege dann mit 10,86 Millionen Barrel an zweiter Stelle. Schon jetzt werde in den USA mit täglich mehr als zehn Millionen Barrel so viel Öl gefördert wie seit Jahrzehnten nicht. In der weltgrößten Volkswirtschaft wird vor allem Schieferöl gefördert, das mit Hilfe des Fracking-Verfahrens aus dem Boden gepresst wird.

Erst vor wenigen Tagen haben die USA den Titel als weitweit größter Importeur von Rohöl an China abgegeben, weil die vermehrte Ausbeutung der heimischen Reserven die Nachfrage nach ausländischem Öl dämpft. Wichtige Rohstoff-Lieferanten wie Russland investieren derzeit Milliardensummen in neue Pipelines nach Asien, um die dortige Nachfrage zu stillen. Das Ölkartell Opec, dem die USA nicht angehören, bekommt die zunehmende Konkurrenz zu spüren. Die Organisation erdölproduzierender Länder, deren größtes Fördermitglied Saudi-Arabien ist, rechnet im kommenden Jahr mit einer geringeren Nachfrage. Das US-Schieferöl dürfte zudem den Ölpreisanstieg bremsen. Derzeit kostet ein Barrel (159 Liter) Nordsee-Öl der Sorte Brent  gut 111 Dollar.

Quelle: n-tv.de, rts

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