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Statistisches Bundesamt Übersterblichkeit: Im April acht Prozent mehr Sterbefälle als in den Vorjahren

Der Anstieg der Sterbefälle in Deutschland wegen der Corona-Pandemie hat sich im Laufe des Aprils weiter abgeschwächt.

Insgesamt starben im April mindestens 82.246 Menschen, das waren acht Prozent beziehungsweise 5942 mehr als im Durchschnitt der vier Vorjahre, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte. Mehr als 80.000 Sterbefälle in einem April gab es in Deutschland zuletzt im Jahr 1977.

Die erhöhten Sterbefallzahlen zeigen sich den Statistikern zufolge seit der Woche vom 23. bis zum 29. März. Die bislang höchste Abweichung wurde demnach zwei Wochen später, in der Woche vom 6. bis zum 12. April mit 13 Prozent registriert. In der letzten Aprilwoche lagen die Sterbefallzahlen noch zwei Prozent über dem Durchschnitt der Vorjahre.

Insgesamt starben seit Ende März 7486 Menschen mehr beziehungsweise sieben Prozent mehr als im Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2019. Betroffen waren vor allem Bayern (plus 18 Prozent), Baden-Württemberg (plus 16 Prozent) und Nordrhein-Westfalen (plus fünf Prozent).

Da die Grippewelle in diesem Jahr bereits seit Mitte März als beendet gilt, sehen die Statistiker die aktuell beobachtete Übersterblichkeit in einem Zusammenhang mit der Corona-Pandemie. Sie betonten aber, dies bedeute nicht, dass alle zusätzlich gezählten Fälle in der Statistik auf Covid-19 zurückzuführen seien, auch andere Todesursachen könnten einen Effekt haben. Im europäischen Vergleich sei das Ausmaß der Übersterblichkeit in Deutschland zudem eher gering.

Quelle: ntv.de, AFP

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