Kurznachrichten

Hering und Dorsch Umweltorganisation WWF hält Ostsee-Fangmengen für zu hoch

Die Umweltorganisation WWF hat die beschlossenen Fangmengen für die Ostseefischerei als zu hoch kritisiert.

Angesichts der Klimakrise, die sich schon jetzt negativ auf die Dorsch- und Heringsbestände auswirke, seien die erlaubten Fangmengen ein riskantes Spiel für das Ökosystem und gefährdeten die Zukunft von Fischbeständen und Fischern, heißt es in einer WWF-Mitteilung vom Dienstag.

"Mit einem kollabierenden Ökosystem kann man keinen Kompromiss schließen", sagte Fischereiexpertin Stella Nemecky. Wegen steigender Wassertemperaturen und sinkender Sauerstoffkonzentration überlebten weniger Fischlarven, so dass kaum Nachwuchs für die überfischten Bestände heranwachsen könne.

Nach Einschätzung des WWF werden die westlichen Fischbestände der Ostsee, die für die deutsche Fischerei interessant sind, stärker befischt als wissenschaftlich empfohlen. So wurde für den westlichen Hering eine Kürzung der Fangmenge um 65 Prozent ausgesprochen, die nach Ansicht der Umweltorganisation die Erosion der Bestände nicht verhindern werde. Hier sei ein Fangstopp notwendig. Beim westlichen Dorsch fordert der WWF eine Kürzung der Quote um 68 Prozent statt der beschlossenen 60 Prozent.

Quelle: n-tv.de, dpa

Newsticker