Kurznachrichten
Montag, 11. April 2016

EU plant Maßnahmen gegen Lohndumping: Ungarn lehnt Lohn-Gleichbehandlung ab

Ungarn hat sich gegen die von der EU-Kommission geplante Angleichung der Entlohnung von einheimischen und entsandten Arbeitnehmern in Mitgliedsländern der Union gewandt. Dies würde zu einem "inakzeptablen Wettbewerbsnachteil" für ungarische Unternehmen führen, sagte ein Regierungssprecher in Budapest.

Vergangene Woche hatte sich auch Polen gegen diese EU-Pläne gewandt. Die EU-Kommission will im Kampf gegen Lohndumping die Gehälter entsandter Arbeitnehmer künftig stärker an das Gastland anpassen. So sollen Mitarbeiter nicht nur Anspruch auf den Mindestlohn in einem anderen EU-Staat haben, sondern das gleiche Gehalt wie die heimischen Beschäftigten einer Firma erhalten.

Die Zahl entsandter Arbeiter ist in den vergangen Jahren stark angestiegen. 2014 gab es in der EU rund 1,9 Millionen. Oft kommen sie aus osteuropäischen Ländern, wo sie zu niedrigen Löhnen angestellt sind und dann in Westeuropa eingesetzt werden. Eine Angleichung der Löhne würde nach Angaben der ungarischen Regierung dort Zehntausende Arbeitsplätze gefährden, vor allem die von Lkw-Fahrern im Güterfernverkehr.

Quelle: n-tv.de

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