Kurznachrichten

Armenien Unruhen in Eriwan vor Ministerpräsidentenwahl

Mehrere tausend Regierungsgegner in der armenischen Hauptstadt Eriwan haben gegen die geplante Wahl von Ex-Präsident Sersch Sargsjan zum Ministerpräsidenten protestiert.

Die Polizei der Ex-Sowjetrepublik im Südkaukasus setzte am Montag Tränengas und Rauchgranaten ein, um die Menge am Vordringen auf das Parlamentsgebäude zu hindern. Dabei wurden nach Augenzeugenberichten mehrere Demonstranten verletzt.

Die Parlamentsmehrheit will den Ex-Staatschef Sargsjan am Dienstag auf den Posten des Regierungschefs wählen, der mit einer geänderten Verfassung künftig mehr Macht hat. Anhänger der Oppositionsparteien demonstrieren seit Tagen und versuchen, den Verkehr in Eriwan lahmzulegen. Im Stadtzentrum errichteten sie Barrikaden aus Bänken und Papierkörben.

Das arme Armenien steht in einem Dauerkonflikt mit dem Nachbarn Aserbaidschan und hält dessen von Armeniern bewohntes Gebiet Berg-Karabach besetzt. Politisch und militärisch ist es auf die Schutzmacht Russland angewiesen.

Quelle: n-tv.de, dpa