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Friedensnobelpreisträger Satyarthi Unternehmen in der Pflicht, Flüchtlingen zu helfen

Friedensnobelpreisträger Kailash Satyarthi fordert, dass auch Unternehmen eine finanzielle Unterstützung in der europäischen Flüchtlingskrise leisten. "Nicht nur Politiker, sondern auch große Firmen haben die Verantwortung, Hilfe zur Verfügung zu stellen", sagte der 61-Jährige am Mittwoch in einem dpa-Gespräch in Neu Delhi. Dazu sollten sie Geld aus anderen Initiativen umverteilen. "Das müssen sie sogar", sagte er.

Der indische Kinderrechtler Satyarthi hatte im vergangenen Jahr zusammen mit der pakistanischen Bildungsaktivistin Malala Yousafzai den Nobelpreis erhalten. In der vergangenen Woche besuchte Satyarthi mehrere Flüchtlingsunterkünfte im niedersächsischen Bad Bentheim. Seine größte Sorge sei, dass die Ausbildung der Kinder durch die Flucht unterbrochen werde, sagte Satyarthi. Es solle unbedingt mehr investiert werden, damit sie in jeder Unterkunft in die Schule gehen könnten.

Satyarthi lobte sowohl die Art und Weise, wie Flüchtlinge von Bürgern willkommen geheißen wurden, als auch die Haltung von Kanzlerin Angela Merkel. "Deutschland hat in diesen Krisenzeiten moralische und politische Führungsstärke gezeigt", sagte er. "Die deutsche Geste hat die Einstellung gegenüber Flüchtlingen weltweit verändert."

Quelle: n-tv.de, dpa

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