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Rentenerhöhung für Contergan-Opfer Verbände begrüßen Bundestagsbeschluss

Der Bundestagsbeschluss zur Erhöhung der Renten der Contergan-Opfer wird von den Interessenvertretungen der Betroffenen einstimmig begrüßt.

Durch die Entscheidung werde die Lebenssituation Contergangeschädigter "deutlich verbessert", erklärte die Conterganstiftung. Vor allem Schwerstgeschädigte profitierten von der Staffelung der Renten.

Margit Hudelmaier vom Bundesverband Contergangeschädigter sprach von einem "positiven Signal" und einem "weiteren Schritt in die richtige Richtung". "Mit der Rentenerhöhung können die Menschen ein Stück weit selbstbestimmter leben", sagte sie. In den kommenden Jahren müsse sich aber zeigen, inwieweit die zusätzlichen Gelder etwa für spezielle Heilbehandlungen tatsächlich ausreichten. Christian Stürmer vom Contergannetzwerk Deutschland betonte, die 50-jährige Unterversorgung der Geschädigten habe nun ein Ende.

Der Bundestag hatte am Donnerstagabend einstimmig höhere Renten für die rund 2700 Contergan-Opfer beschlossen. Sie erhalten rückwirkend zum 1. Januar statt bisher maximal 1152 Euro bis zu 6912 Euro im Monat. Der Bund stellt dafür jährlich 90 Millionen Euro bereit. Weitere 30 Millionen Euro im Jahr werden für zusätzliche medizinische Leistungen zur Verfügung gestellt. Damit sollen im Einzelfall Heil- und Hilfsmittel bezahlt werden, beispielsweise spezielle Rollstühle, Hörgeräte aber auch Schmerztherapien, Osteopathie oder Lymphdrainagen.

Quelle: ntv.de, AFP

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