Kurznachrichten

Monatsbericht der Bundesbank Verhaltene Konjunkturentwicklung setzt sich im ersten Halbjahr fort

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die jüngste Schwächephase der deutschen Konjunktur wird nach Einschätzung der Bundesbank im ersten Halbjahr 2019 anhalten. "Die konjunkturelle Grundtendenz bleibt voraussichtlich auch nach der Jahreswende verhalten", heißt es in dem am Montag veröffentlichten Monatsbericht der Bundesbank.

Ein wirtschaftlicher Abschwung sei aber auch nicht zu erwarten. In der zweiten Jahreshälfte 2018 war die deutsche Wirtschaft fast in eine Rezession gerutscht. Nachdem das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im dritten Quartal um 0,2 Prozent zum Vorquartal geschrumpft war, hatte es im vierten Quartal lediglich stagniert. Im Gesamtjahr 2018 war die deutsche Wirtschaft um 1,4 Prozent gewachsen - nach jeweils 2,2 Prozent Wirtschaftswachstum in den Jahren 2016 und 2017.

Die Bundesbank erklärt die anhaltend verhaltene Konjunkturentwicklung mit rückläufigen Auftragseingängen im Verarbeitenden Gewerbe. Die Industriekonjunktur werde daher während der Wintermonate kaum wieder an Schwung gewinnen. Zudem seien die Geschäftserwartungen von Unternehmen gesunken. Dies zeigten Unternehmensumfragen wie das Ifo-Geschäftsklima. Dies dürfte die Investitionsneigung der Unternehmen belasten.

"Dies spricht zwar dafür, dass das konjunkturelle Grundtempo zumindest im ersten Halbjahr verhalten bleiben dürfte", schreibt die Bundesbank. "Es gibt aber auch keine Anzeichen dafür, dass die Verlangsamung in einen Abschwung übergeht". So sei in der Autoindustrie nach dem Einbruch im Sommer zumindest eine "allmähliche Normalisierung" der Produktion und Exporte zu erwarten. Im vergangenen Jahr hatten unter anderem neue Abgastest die Produktion belastet.

Gestützt werde die Konjunktur durch die "sehr gute Arbeitsmarktlage" und die "kräftige Lohnentwicklung", die ein Gegengewicht zu dämpfenden Faktoren bilden. Auch die lockere Finanzpolitik der Bundesregierung stütze die Konjunktur.

Quelle: n-tv.de