Kurznachrichten

Wohin mit dem Atommüll? Weiter keine Lösung für Aufnahme von Castor-Behältern

Auch nach einem weiteren Bund-Länder-Gespräch am Freitag in Berlin geht das Tauziehen um die Zwischenlagerung von Atommüll-Behältern weiter, die Deutschland aus Großbritannien und Frankreich zurücknehmen muss.

Der Staatssekretär im Bundesumweltministerium, Jochen Flasbarth, äußerte sich nach dem Treffen aber «leicht optimistisch», dass in den kommenden Wochen ein Weg gefunden wird. Dazu soll es vor Ostern Zweiergespräche von Ressortchefin Barbara Hendricks (SPD) mit den Ministerpräsidenten der Länder geben, die über Lagerstätten verfügen, wie die Parlamentarische Umwelt-Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter (SPD) ankündigte.

Flasbarth sagte, die Frage, wo die Castoren mit Atommüll untergebracht werden sollten, sei völlig offen. Eine Lösung müsse bald gefunden werden, denn Deutschland habe sich verpflichtet, die Abfälle zurückzunehmen. Nach Angaben des Bundesumweltministeriums werden insgesamt noch 26 Castoren zurück erwartet, 2015 fünf aus der französischen Atomanlage La Hague und in den Jahren 2017 bis 2019 insgesamt 21 weitere aus dem britischen Sellafield. Dabei handelt es sich um wiederaufbereiteten Atommüll aus deutschen Atomkraftwerken.

Für die Lagerung im Gespräch sind bislang vor allem das Zwischenlager Nord bei Lubmin in Mecklenburg-Vorpommern sowie möglicherweise ein Standort in Bayern. Außerdem gibt es Standorte in Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Hessen und Baden-Württemberg, die in Frage kommen.

Quelle: ntv.de, AFP

Regionales
ntv.de Dienste
Software
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.