Kurznachrichten
Montag, 05. Dezember 2016

Köln und Duisburg liegen vorne: Westdeutsche Städte stärker von Armut betroffen

Laut einer neuen Studie des Forschungsinstituts IW sind in Deutschland vor allem westdeutsche Städte von Kaufkraftarmut betroffen. Der Grund sei, dass hier besonders viele Arbeitslose, Migranten und Alleinerziehende leben, wie das arbeitgebernahe Institut mitteilte. Die Kaufkraftarmutsquote liegt laut der Studie in Gelsenkirchen bei 28,4 Prozent.

In Köln liegt der Anteil der Personen, die von Kaufkraftarmut betroffen sind, demnach bei 26,2 Prozent, in Duisburg bei 24,1 Prozent, in Dortmund bei 23 Prozent. Auch in Düsseldorf (23,5) und Aachen (22,6) sind viele Einwohner gemessen an ihrer Kaufkraft arm. Den niedrigsten Wert weist die Region Bodensee-Oberschwaben mit 8,6 Prozent auf.

Die IW-Experten haben dazu die Einkommensverhältnisse und die regional unterschiedlichen Preisniveaus betrachtet und gemessen, was sich die Menschen jeweils leisten können. Die Politik könnte nach Ansicht der Studienautoren verstärkt gegensteuern. Der Bund sollte die Städte über eine neu gestaltete Regionalpolitik stärker unterstützen.

Mehr Unternehmensgründungen und Investitionen, verstärkt durch eine Wiederbelebung von Altindustrieflächen und niedrigere Gewerbesteuerhebesätze, würden die Probleme verringern, teilte das IW mit. Zudem sollten Alleinerziehende durch mehr Ganztagsbetreuung von Schülern unterstützt und Migranten über Sprachkurse gefördert werden.

Quelle: n-tv.de

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