Kurznachrichten

Schwere Rezession in Deutschland Wirtschaftsinstitute erwarten 2020 BIP-Minus von 4,2 Prozent

Die führenden Forschungsinstitute rechnen Insidern zufolge in diesem Jahr wegen der Corona-Krise mit einer schweren Rezession in Deutschland.

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) werde voraussichtlich um 4,2 Prozent einbrechen, sagten mit den Zahlen vertraute Personen am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters. Es drohe eine "schwerwiegende Rezession". 2021 erwarten die Institute aber wieder eine deutliche Belebung: Dann soll das BIP um 5,8 Prozent steigen.

Für 2020 sind die Ökonomen damit nicht ganz so pessimistisch wie die Regierung. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hatte vorige Woche in Berlin gesagt, das Bruttoinlandsprodukt könnte in diesem Jahr noch stärker schrumpfen als während der Finanzkrise 2009. Damals war die Wirtschaft um 5,7 Prozent eingebrochen. Im Januar - also vor Beginn der Pandemie - hatte die Regierung noch ein Wachstum von 1,1 Prozent erwartet.

Die Gemeinschaftsdiagnose soll am Mittwoch offiziell vorgestellt und könnte bis dahin noch leicht verändert werden. Sie dient der Bundesregierung als Basis für ihre eigenen Projektionen, die wiederum die Grundlage für die Steuerschätzung bilden. Erarbeitet wird das Gutachten vom DIW in Berlin, vom Ifo-Institut in München, vom Kieler IfW, vom IWH in Halle und vom RWI in Essen

Quelle: ntv.de, rts

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