Kurznachrichten

Mangelernährung von Kindern Zivilbevölkerung im Jemen leidet extrem

Die Vereinten Nationen und das Rote Kreuz haben vor einer rapiden Verschlechterung der Versorgungslage im Jemen gewarnt. Besonders die Situation von rund 850.000 Kindern in dem Konfliktgebiet, die von schwerer Unterernährung betroffen seien, sei zutiefst "alarmierend", erklärte die Verantwortliche der UNO für ein Recht auf Nahrung, Hilal Elver. Der Chef des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK), Peter Maurer, sprach ebenfalls von einer "katastrophalen" humanitären Lage. Keine Familie werde von dem Konflikt verschont, erklärte er.

Die UNO geht davon aus, dass schon in wenigen Wochen 1,2 Millionen Kinder von Mangelernährung betroffen sind, wenn der Konflikt weiterhin auf dem aktuellen Niveau ausgetragen wird. Elver kritisierte dabei, dass die Luftangriffe der internationalen Militärkoalition auch immer wieder Märkte und Versorgungstransporte treffen. Zivilisten aushungern zu lassen, könne als "Kriegsverbrechen oder Verbrechen gegen die Menschlichkeit" eingestuft werden.

Maurer hatte sich in den vergangenen Tagen im Jemen aufgehalten, um sich ein Bild von der Lage zu machen. Die Bevölkerung lebe unter "entsetzlichen Bedingungen" und die Situation werde jeden Tag schlimmer, beklagte er. Bei den Kämpfen im Jemen kamen nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation schon über 4300 Menschen ums Leben, ein Großteil davon Zivilisten. Eine von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition geht in dem Land gegen die schiitischen Huthi-Rebellen vor.

Quelle: n-tv.de, AFP

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