Kurznachrichten
Dienstag, 13. Februar 2018

Höchster Wert seit fünf Jahren: Zustimmung zur EU bei Deutschen steigt

Dem Eurobarometer zufolge sehen fast zwei Drittel aller Deutschen optimistisch in die Zukunft der EU. Mit 64 Prozent sei der Wert so hoch wie seit fünf Jahren nicht mehr, sagte Richard Kühnel, der Vertreter der EU-Kommission in Deutschland, bei der Vorstellung der im Herbst 2017 erhobenen Ergebnisse. Kühnel räumte jedoch ein, dass weiterhin etwas mehr als die Hälfte der befragten Deutschen nicht davon überzeugt sei, dass die Dinge in der EU in die richtige Richtung gingen. So seien 46 Prozent der Ansicht, dass "irreguläre Einwanderung" auf europäischer und nationaler Ebene stärker bekämpft werden sollte.

Allerdings seien auch 87 Prozent der Meinung, dass Flüchtlingen geholfen werden müsse. Vier von zehn Deutschen gaben Einwanderung als das aktuell wichtigste Problem in Deutschland an. 91 Prozent der Bundesbürger bewerteten die wirtschaftliche Lage im eigenen Land der EU-Umfrage zufolge als gut oder sehr gut. Im EU-Durchschnitt gab dagegen weniger als die Hälfte der Befragten an, die wirtschaftliche Lage in ihrem Land sei gut oder sehr gut.

Insgesamt sahen die EU-Bürger in der Befragung Arbeitslosigkeit als wichtigstes Problem (25 Prozent), Einwanderung kam mit 22 Prozent an zweiter Stelle. Mit Blick auf die gesamte EU sagte Kühnel, unter Deutschen genieße die Europäische Union mit 45 Prozent europaweit so viel Ansehen wie seit zwei Jahren nicht mehr. Der Wert stagniert allerdings seit dem Frühjahr 2017, als die Frage zuletzt gestellt wurde.

"Wir haben immer noch Probleme und ungelöste Herausforderungen in Europa", sagte Kühnel. Europa sei aber nicht im Abstieg begriffen. Innerhalb der letzten fünf Jahre sei das Ansehen der EU unter Deutschen um 14 Prozentpunkte gestiegen. Im EU-Schnitt wurde das Image etwas schlechter bewertet. Im November wurden für die Studie insgesamt 28.055 EU-Bürger befragt, davon waren 1565 Deutsche.

Quelle: n-tv.de

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