


AGB für Onlineshop
Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) sind das Kleingedruckte in einem Onlineshop, das die meisten von uns gern übersehen. Für Dich als Betreiber eines Onlineshops sind die AGB jedoch sehr wichtig, wobei dasselbe für die Verbraucher -sprich deine Kunden – gilt. Denn bei den AGB handelt es sich um vorformulierte Vertragsbedingungen, die das Verhältnis zwischen Verkäufer und Käufer regeln. Sie bilden die rechtliche Grundlage für Deinen Onlineshop. Allgemein sind die AGB deshalb, da sie nicht nur für einen einzigen Vertrag gelten, sondern bei jeder Bestellung in Deinem Onlineshop greifen. Den Gegenpol zu den AGB bildet die Individualvereinbarung, allerdings ist eine solche Art von Vertrag für Deinen Onlineshop nicht von Bedeutung. Alles zum Thema AGB für Deinen Onlineshop erfährst Du in diesem Beitrag.
Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen bilden den rechtlichen Rahmen für sämtliche Verträge zwischen Dir als Onlineshopbetreiber und Deinen Kunden. Das heißt, dass sie regeln, wie der Bestellvorgang in Deinem Shop abläuft und welche Rechte und Pflichten Du und Deine Kunden einander gegenüber habt. Zu den Informationen, die in den AGB stehen, gehören Angaben zu Versand, Zahlung, Garantie und Widerruf. Diese sind nicht nur für Deine Kunden relevant, sondern schützen auch Dich. Wenn Du beispielsweise angibst, dass Du Bestellungen innerhalb von zwei Werktagen verschickst, haben Deine Kunden kein Recht, sich darüber zu beschweren, wenn die Ware nach 24 Stunden noch nicht versandfertig ist.

AGB müssen für den Kunden leicht verständlich sein und sämtliche nützlichen Informationen erhalten. Der Zweck der Allgemeinen Geschäftsbedingungen besteht darin, dass sie allgemeingültig und somit für jeden Kunden und bei jeder Bestellung gleich sind. Das Gegenteil wäre der individuell ausgehandelte Vertrag. Im Großen und Ganzen spielen Individualverträge für Onlineshops keine Rolle. Eine Ausnahme ist, wenn Du Dich mit einem einzigen Kunden per E-Mail auf bestimmte Punkte einigst. Ein solches Beispiel wäre eine schnellere Lieferung: Der Kunde möchte, dass Du seine Bestellung noch am selben Tag verschickst. Dann kannst Du einen speziellen Preis für die Versandkosten aushandeln, doch das ist ein einmaliger Vertrag. In diesem Fall hat das Individualabkommen vor den AGB Vorrang. Du kannst nachträglich also nicht behaupten, dass Du gemäß AGB gehandelt und die Bestellung erst nach zwei Werktagen verschickt hast. Merke Dir: Individuelle Verträge haben Vorrang vor AGB, die wiederum Vorrang vor gesetzlichen Regelungen haben. Wenn Dein Onlineshop über keine AGB verfügt, greifen die gesetzlichen Regelungen. Im Grunde genommen sind AGB nichts anderes als leicht abgeänderte gesetzliche Regelungen, durch die Du Dir oder Deinen Kunden einen Vorteil einräumen kannst.
Eigentlich besteht keine Pflicht für die Veröffentlichung von Allgemeinen Geschäftsbedingungen in Deinem Onlineshop, zumindest theoretisch nicht. Doch bist Du gesetzlich dazu verpflichtet, Deinen Kunden bestimmte Informationen bereitzustellen. In diesem Sinn besteht also doch eine gewisse Pflicht, den Handel in Deinem Onlineshop durch bestimmte Vertragsbedingungen zu regeln. Wenn in Deinem Onlineshop AGB fehlen, greift der entsprechende Gesetzestext, also das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB), das Handelsgesetzbuch (HBG) und das Fernabsatzgesetz (FernAbsG). Die Anforderungen an die AGB hängen auch davon ab, ob Du im B2B- oder im B2C-Bereich tätig bist.
Im Fall des B2C-Geschäftsmodells sind die Anforderungen an die AGB viel höher, wichtige Punkte sind das Widerrufsrecht und die Gewährleistung. Bei B2B-Kunden hingegen sieht die Sache etwas anders aus, denn Geschäftskunden haben kein Recht auf Widerruf, außerdem bist Du ihnen gegenüber nicht zur Gewährleistung verpflichtet. Falls es zu Widersprüchen in den AGB zwischen zwei B2B-Geschäftspartnern kommt, gelten nur diejenigen Teile beider AGB, die übereinstimmen.

Welche Regelungen gelten für AGB im Online-Shop?
Das Gesetz schreibt vor, dass Du Deine AGB nicht einfach nach Deinem eigenen Gutdünken formulieren kannst. Dir sind klare Grenzen gesetzt, denn AGB sind auch insofern „allgemein“, als sie „allgemeingültig“ sind. Deshalb sind die AGB der meisten Onlineshops ja auch fast identisch, Unterschiede bestehen in der Regel nur in Bezug auf unternehmensspezifische Daten. Doch gerade dieser Unterschied ist wichtig: Du solltest niemals die AGB eines anderen Onlineshops kopieren und auf Deiner Website veröffentlichen denn dann würdest Du auch die Daten des anderen Shops übernehmen. Falls Du Dir allzu viele Freiheiten bei der Formulierung der AGB nimmst, sind diese unwirksam.
Zu Abmahnungen kann es dann kommen, wenn die AGB das Verbraucherschutz verletzen. Besonders stark trifft es das Widerrufsrecht – vor allem in denjenigen Fällen, wenn die AGB allzu viele oder starke Einschränkungen beinhalten. So darfst Du nicht einfach eine Gutschrift ausstellen, wenn ein Kunde die Ware zurückschickt, sondern musst das Geld zurückzahlen. Auch ist es nicht zulässig, wenn Du darauf bestehst, dass die Ware in ihrer Originalverpackung sein oder der Kunde einen Grund für den Widerruf angeben muss. Weitere Punkte, bei denen Dir eine Abmahnung droht:
Hier haben wir die wichtigsten Fragen zum Thema AGB für Dich zusammengefasst und sie umfassend beantwortet.
Die AGB müssen in Deinem Onlineshop klar sichtbar und zugänglich sein. Typischerweise gibt es ganz unten auf der Website einen Link, der zum entsprechenden Inhalt führt. Dieser steht in der Regel neben wichtigen Rechtstexten wie der Datenschutzerklärung und dem Impressum. Bei manchen Onlineshops gibt es zusätzlich dazu Links zu Seiten mit weiteren Informationen, beispielsweise zum Unternehmen selbst oder zum Newsletter. Du kannst selbst bestimmen, wie viele Unterseiten Du kreieren und welchen Themen Du sie widmen möchtest. Denke daran: Die Rechtstexte sind Pflicht, alles andere ist fakultativ! Das reicht jedoch noch nicht aus, denn Deine Kunden sollen sich ja mit Deinen AGB vertraut machen. Es muss wohl nicht erwähnt werden, dass kaum einer von ihnen freiwillig auf den Link auf Deiner Homepage klickt. Hier musst Du ganz klar nachhelfen – und zwar, indem Du den Kunden direkt mit den AGB konfrontierst und ihn auf sie aufmerksam machst. Am besten ist es, wenn Du Deine Kunden dazu aufforderst, im Rahmen des Bestellvorgangs die AGB zu akzeptieren, und sie beispielsweise ein Häkchen setzen müssen. Früher war es noch üblich, dass man bis ans Ende des Textes scrollen müsste, heute verzichten viele Onlinehändler darauf, denn eine hohe Absprungrate möchte niemand.
An dieser Frage scheiden sich die Geister, denn es gibt keine einheitlichen rechtlichen Regelungen. Doch lohnt es sich, logisch vorzugehen. Wenn Du in Deutschland oder im DACH-Raum tätig bist, stellst Du AGB auf Deutsch ein. Wenn Du in andere Länder lieferst, kannst Du auch eine englische Version einstellen. Knifflig wird die Sache, da sich dann die Frage stellt, ob die AGB auch inhaltlich angepasst werden müssen. International ausgerichtete Händler fragen am besten einen Rechtsanwalt.

Darf ich die AGB anderer Webshops einfach kopieren?
Keine Frage, die meisten AGB sind einander sehr ähnlich. Das bedeutet jedoch lange nicht, dass Du fremde AGB übernehmen kannst. Unter Umstanden erhältst Du dafür sogar eine Abmahnung. Außerdem gibt es keine Garantie, dass das Dokument richtig verfasst und rechtssicher ist.
Eine oft genutzte Lösung besteht darin, sich ein Muster bei der zuständigen IHK oder HWK herunterzuladen. Vergiss nicht, die Allgemeinen Geschäftsbedingungen auf Deinen Onlineshop anzupassen. Außerdem gibt es im Internet Generatoren, bei denen Du Dir kostenlos Deine AGB herunterladen kannst. Doch auch hier kann es sein, dass die AGB dann eben doch nicht zu Deinem Onlineshop passen. Am besten ist es, wenn Du Dich an einen Profi wendest. Falls Dir das nicht möglich ist, suchst Du Dir ein passendes Muster und überlegst Dir dabei folgende Punkte:
Neben den AGB gehören auch folgende Rechtstexte in Deinen Onlineshop:
Obwohl die AGB Angaben zum Versand und zum Zahlungsvorgang beinhalten, musst dennoch ein separater Text her. Dasselbe gilt für den Widerruf: Auch dieser muss in einem eigenen Rechtstext beschrieben werden. Falls Du diese Texte nicht in Deinen Onlineshop einbindest, droht dir eine Abmahnung. Bei den Versandbedingungen musst Du deutlich die Höhe der Lieferkosten sowie den voraussichtlichen Liefertermin angeben. In der Widerrufsbelehrung sollte ein Widerrufsformular enthalten sein, das Deine Kunden bei einem Widerruf ausfüllen können.
Lesetipp: mehr zum Thema „Impressum„
Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) regeln den Geschäftsverkehr zwischen Dir bzw. Deinem Onlineshop und Deinen Kunden. Allgemein sind sie deshalb, da sie für jeden Vertrag, also bei jeder Bestellung, gültig sind. Das Gegenteil davon wäre die Individualvereinbarung. Beim Erstellen Deiner AGB bist Du an bestimmte gesetzliche Vorgaben und Anforderungen gebunden. Du musst dafür sorgen, dass Deine AGB leicht zugänglich und für Deine Kunden verständlich sind. Außerdem kommt es darauf an, ob Du an Endverbraucher(B2C), andere Unternehmen (B2B) oder gleich an beide verkaufst.
In der Regel reicht es für einen Onlineshop aus, wenn Du Dir eine AGB-Vorlage aus dem Internet herunterlädst und sie an Deine Bedürfnisse anpasst. Du kannst jedoch auch einen Rechtsanwalt mit dem Aufsetzen der AGB beauftragen oder ihn zumindest um Rat fragen.
Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) legen die Vertragsbedingungen fest, die beim Onlinehandel zwischen Dir und Deinen Kunden entstehen. Sie regeln den Vertragsschluss und enthalten unter anderem Angaben zum Widerrufsrecht sowie zu den Zahlungs- und Lieferbedingungen. Sie dienen dazu, beide Parteien zu schützen. Falls ein Kauf nicht reibungslos verläuft, kommt es dank der AGB nicht zu Streitigkeiten. Beim Verfassen der AGB musst Du Dich jedoch an bestimmte Regeln halten und darfst keine unzulässigen Klauseln verwenden. So darfst Du beispielsweise nicht bestimmen, dass Du Deinen Kunden lieber eine Gutschrift aushändigst, statt ihnen das Geld für die zurückgeschickte Ware zurückzuzahlen.
Du kannst für Deine AGB eine Vorlage nutzen, die Du dann an Deinen Onlineshop anpasst. Zudem findest Du im Internet auch zahlreiche AGB-Generatoren. Diese sind in der Regel kostenlos, erfordern jedoch eine Anmeldung. Du gibst ganz einfach sämtliche wichtigen Angaben zu Deinem Unternehmen ein, die das Programm dann nutzt, um passende Allgemeine Geschäftsbedingungen für Deinen Onlineshop zu erstellen. Um auf Nummer Sicher zu gehen, kannst Du Deine AGB von einem Rechtsanwalt prüfen oder aufsetzen lassen.
Nein, es besteht keine Pflicht zu einer Checkbox mit Häkchen für die AGB. Allerdings muss es bei einer Bestellung in Deinem Onlineshop einen deutlichen Hinweis auf die AGB geben. Viele Onlineshopbetreiber ziehen sich dann mit dem Häkchen elegant aus der Affäre, da der Kunde den AGB ja zustimmen muss, um seine Bestellung überhaupt aufgeben zu können. Doch das ist nicht verpflichtend. Du kannst stattdessen auch einen Button zum Anklicken anbieten oder es einfach bei einem Hinweis belassen.
Theoretisch kannst Du Deine AGB selbst erstellen. Hauptsache ist, dass Du keine unzulässigen Klauseln verwendest. Somit darfst Du keine unverbindlichen Lieferzeiten angeben oder das Widerrufsrecht Deiner Kunden einschränken. Rücksendung der Ware nur in der Originalverpackung oder Ablehnung einer Rücksendung ohne Angabe des Widerrufgrundes geht also nicht. Wie gesagt kannst Du Deine AGB auch selbst schreiben. solltest sie jedoch vor der Veröffentlichung in Deinem Onlineshop von einem Anwalt auf ihre Rechtssicherheit hin prüfen lassen.
Es besteht keine Pflicht für Allgemeine Geschäftsbedingungen im Onlineshop. Doch wenn Du im B2C-Bereich tätig bist – es sich bei Deinen Kunden also um Privatpersonen handelt – unterliegst Du bestimmten Belehrungs- und Informationspflichten. Das ist auch logisch, denn Deine Kunden möchten ja wissen, wie lange sie auf ihre Ware warten müssen und wie sie von ihrem Widerrufsrecht Gebrauch machen können. Wenn Du keine AGB hast, greifen die gesetzlichen Regelungen aus dem Bürgerlichen Gesetzbuch und dem Handelsgesetzbuch. die für Dich als Inhaber eines Onlineshops alles andere als vorteilhaft sind. Wenn Du auf AGB verzichtest, musst Du die Informationen eben anderswo auf Deiner Website unterbringen, was sich kaum lohnt.