


10 digitale Produktideen für 2024!
Möchtest, musst Du Dich nicht zwangsläufig für physische Artikel entscheiden. Du kannst auch digitale Produkte verkaufen. Dieser Ratgeber befasst sich mit digitalen Produkten, die sich im Jahr 2024 gut verkaufen lassen.
Digitale Produkte sind immaterielle Güter, die in elektronischer Form vorliegen. Du kannst es online verkaufen und musst es zu diesem Zweck nur einmal herstellen. Damit ist schon der erste Vorteil beim Verkauf digitaler Produkte beschrieben: Du kannst sie nach der ersten Herstellung beliebig oft verkaufen, ohne dass neue Herstellungs- oder Lagerkosten anfallen. Diese Aussage bezieht sich auf den Stand im Jahr 2024. Bekanntlich gibt es ein digitales Produkt auch in Form eines physischen Datenträgers wie CD oder USB-Stick. Anbieter, die so ein Produkt verkaufen möchten, müssen es wiederholt herstellen, lagern und physisch versenden. Doch im Jahr 2024 und nachfolgend ist das nur noch selten der Fall und auch nicht unbedingt nötig. Wir greifen daher digitale Produkte Ideen auf, die sich per Download oder Stream verkaufen lassen. Wenn Du digitale Produkte verkaufen möchtest, kannst Du hierfür verschiedene Formate wählen. Die wichtigsten sind:
Der Verkauf digitaler Produkte hat sehr viele Vorteile, doch es gibt auch einige Nachteile. Um beides geht es in den nächsten Absätzen.
Zunächst einmal ist es wichtig festzustellen, dass Händler, die digitale Produkte verkaufen, davon mehr Vor- als Nachteile haben. Doch schauen wir uns die Vorteile einmal im Detail an:
Wenn digitale Produktideen so viele Vorteile haben: Gibt es dann überhaupt irgendwelche Nachteile beim Verkauf digitaler Produkte? Es gibt sie, auch wenn sie nicht unbedingt als negativ, sondern eher als Herausforderung gelten sollten.
Schauen wir uns einige Herausforderungen oder auch Nachteile beim Verkauf digitaler Produkte an. Du solltest sie kennen, wenn Du in diese Art des Verkaufs einsteigen möchtest.
Nachdem nun die Vor- und Nachteile des Verkaufs digitaler Produkte auf der Hand liegen, geht es um die Möglichkeiten, damit Geld zu verdienen.

Der naheliegendste Gedanke der meisten Händler ist es, einen eigenen Online-Shop oder eine eigene Website aufzubauen, um damit digitale Produkte zu verkaufen. Das ist auch nicht falsch, allerdings aufwendig. Es gibt Plattformen, die den Verkauf unterstützen. Der erste Schritt könnte deshalb sein, eine geeignete Plattform zu finden. Es schließen sich weitere Schritte an. Hier ein Überblick über hilfreiche Maßnahmen, mit denen Du im Jahr 2024 und nachfolgend am besten Dein Produkt verkaufen kannst:
#1 Finde eine geeignete Plattform für den Verkauf digitaler Produkte. Suche danach, bevor Du eine eigene Website oder einen Online-Shop aufbaust. Beides kann Dir zwar beim Verkauf von Digital Downloads helfen, weshalb Du diese Pläne auch nicht vollkommen ad acta legen musst. Doch gerade für den Start sind Plattformen wie Etsy besser geeignet, weil sie Dir einen sofortigen Start ermöglichen.
#2 Hebe Dich von den vielen kostenlosen Angeboten ab. Viele von ihnen wären auch gute Produktideen für den Verkauf, doch ihre Qualität ist in der Regel nicht sehr hoch. Das liegt daran, dass sie kostenlos bereitgestellt werden. Setze daher auf wirklich wertvolle Tools, Vorlagen, Online-Kurse oder E-Books, von denen die Kunden wirklich etwas haben. Erringe einen Expertenstatus, mit denen Du Deine Produktideen vermarkten kannst.
#3 Finde die richtige Zielgruppe für jedes digitale Produkt. E-Books, Digital Downloads, Case Studies, Online-Kurse, Webinare, Whitepaper und Tools richten sich jeweils sowohl inhaltlich als auch bezüglich ihrer Form an einen ganz bestimmten Kundenkreis. Online-Kurse können Fachleuten einer bestimmten Branche, aber auch (etwa als Kochkurs) Laien weiterhelfen. Whitepaper lesen Firmeninhaber und ihre Manager, die sich einen globalen Überblick verschaffen wollen. Tools nutzen Techniker. Digital Downloads können genauso wie E-Books der Unterhaltung oder der fachlichen Weiterbildung dienen. Kurz: Es gibt entsprechend der Zielgruppen und Inhalte jeweils passende Formen, um digitale Produkte zu verkaufen.
#4 Du musst nicht immer nur allein das Produkt verkaufen. Auch Lizenzen können hilfreich sein, mit denen die Kunden ein digitales Produkt nutzen können. Das ist unter anderem ein Weg für Künstlerinnen und Künstler, welche die Rechte an ihrem Werk behalten möchten und es deshalb nicht verkaufen. Der Weg über Lizenzen hat sich bei Musik, Videomaterial und Stockbildern sehr bewährt.
#5 Verknüpfe das digitale Produkt mit einer Dienstleistung. Das bietet sich im Bereich der Online-Kurse an. Diese können sich unter anderem an Marketingexperten richten. Der Kurs muss nicht alles erklären. Er kann ein Einstieg sein, an den sich Deine ausführliche Beratung zum Thema anschließt. Wenn Du über genügend Expertise verfügst, kannst Du den Teilnehmern sogar nach Abschluss Deiner Beratung ein Zertifikat anbieten. In diesem Kontext ergeben sich Gelegenheiten für Upselling: Aufgrund Deiner Online-Kurse und Beratungen interessieren sich Deine Kunden vielleicht auch für Deine Tools und Digital Downloads zum Thema.
#6 Setze Creative-Commons-Lizenzen richtig ein und schütze damit Deine digitalen Produkte vor Missbrauch. Du legst Nutzungsrechte fest und bestimmst damit, was Kunden mit Deinen Inhalten machen dürfen. Erlaubst Du ihnen, die digitalen Produkte zu verkaufen, die sie bei Dir erworben haben? Oder dürfen sie diese nur in einem bestimmten Umfang – auch zeitlich begrenzt – nutzen? Dass Du die Preise richtig kalkulieren musst, wenn Du ein Produkt verkaufen möchtest, versteht sich von selbst. Auch ein wenig Marktforschung schadet nicht: Was macht Deine Konkurrenz?

Du kannst eine eigene Website oder einen Online-Shop aufbauen, doch anfangs lohnt es sich trotz der dafür fälligen Provision eher, eine Plattform für den Verkauf zu nutzen. Möglichkeiten gibt es unter anderem bei Digistore24, Elopage oder Etsy. Diese sogenannten Vendoren sind Zwischenhändler und so aufgebaut, dass der Verkauf digitaler Produkte auf ihnen gut gelingt. Auf dem Marktplatz Etsy können Händler auch physische Produkte verkaufen, doch in jüngerer Zeit hat er sich genauso für den Verkauf digitaler Produkte geöffnet. Dasselbe betrifft eBay. Wenn Du doch eine eigene Website oder einen Online-Shop installieren möchtest, könnten die nachfolgend genannten drei Systeme für Dich interessant sein.
Wix.com ist eine bedeutende Plattform, mit der Du Deinen eigenen Online-Shop aufbauen kannst. Zu den Vorteilen gehören die intuitive Benutzeroberfläche und die Skalierbarkeit, die vielen Designoptionen inklusive Animationen und ADI (Design-KI), die Gestaltungsfreiheit und der App Market, der diverse Erweiterungen zulässt. Wix gibt es auch kostenlos, doch dann kannst Du darüber nichts verkaufen, was ein Nachteil ist. Ansonsten bewegen sich die Preise im Jahr 2024 zwischen ~9 und 34 €/Monat je nach Paket.
Lesetipp: mehr zum Thema “WIX ecommerce”
Eine der beliebtesten Lösungen für einen Online-Shop ist Shopify. Das relativ simple System eignet sich perfekt für Einsteiger und ist skalierbar, wächst also mit Deinem Business mit. Es unterstützt Dich gut beim Verkauf digitaler Produkte. Zu den Vorteilen zählen die Übersichtlichkeit mit der Einteilung in Produktkategorien, Typen, Abverkauf oder Jahreszeiten, die Möglichkeit, unbegrenzt physische oder digitale Produkte zu verkaufen, sowie die schnelle Installation. Nachteile sind das beschränkt individualisierbare Backend, das fehlende E-Mail-Hosting und die schwierige (aber nicht unmögliche) Migration zu einer alternativen Plattform. Die Preise bewegen sich zwischen einem Einsteigerpaket für derzeit 9 $ über die Basicversion für 39 € und das Standard-Shopify für 105 €/Monat bis hin zu Advanced Shopify für 384 €/Monat und Shopify Plus ab 2.000 $/Monat.
Lesetipp: mehr zum Thema “Shopify Shop erstellen”
Wenn Deine eigene Website schon unter WordPress läuft, kannst Du WooCommerce installieren, um digitale Produkte zu verkaufen. Vorteile dieses Shopsystems sind sein modularer Aufbau, die kostenlose, aber einsatzfähige Basisversion, die vielen Erweiterungen (kostenpflichtig), die schnelle Einrichtung und die große Community im internationalen Maßstab. Ein Nachteil ist die Optimierung für den US-Markt. Es fehlen daher deutsche Rechtstexte, auch ist die deutsche WooCommerce-Community sehr klein.
Lesetipp: mehr zum Thema “Woocommerce Shop”

Ideen für dein Online-Business 2024
In diesem Abschnitt findest Du 10 Ideen für digitale Produkte. Es sind allerdings nicht die einzigen Möglichkeiten. Der Markt ist groß und vielfältig, er wächst zudem beständig.
Es gibt zu fast jedem Thema Online-Kurse, die sich relativ schnell erstellen lassen und je nach Bedarf und Schöpfungshöhe zu sehr unterschiedlichen Preisen beim Verkauf führen. Viele der Kurse kannst Du zu Preisen zwischen ~20 bis 50 € online verkaufen, doch einige von ihnen erzielen Preise bis ~5.000 €. Hierfür benötigst Du allerdings Spezialkenntnisse zum Beispiel in der Programmierung.
Digitale Assets sind Kryptowährungen, andere rein digitale Vermögenswerte, Dateien mit Nutzungsrechten und digitale Marketing-Assets wie Webdomains, Bilder oder Videos. Auch Themes, Plug-ins, Add-ons und Code-Schnipsel gehören dazu. Digitale Assets sind sehr begehrt und generieren hohe Verdienstmöglichkeiten.
Diese digitalen Produkte sind von den Zeitungsverlagen bekannt: Sie bieten den Einstieg in einen Presseartikel kostenlos an, während das Weiterlesen nur gegen Gebühr möglich ist. Die Verlage setzen auf Abo-Modelle, doch selbstverständlich kannst Du auch jeden einzelnen Artikel kostenpflichtig verkaufen. Die Leser honorieren das Modell, weil sie ansonsten den Artikel gar nicht oder nur mit viel Werbung lesen könnten. Um solche digitalen Produkte zu verkaufen, benötigst Du lediglich einen Blog mit Freischaltfunktion für den einmaligen Verkauf und/oder einem Zugang für Abonnenten.
Hierbei handelt es sich um digital erzeugte Bilder, Videos, interaktive Installationen und selbstverständlich auch um Videospiele. Du kannst diese Kunst handeln oder selbst mit Tools wie CryEngine2 oder Unreal Engine erstellen, wofür Du Programmierkenntnisse benötigst. Für den Verkauf von PC-Spielen empfiehlt sich eine eigene Website, während Du Smartphone-Spiele über iTunes oder den App Store von Google verkaufen kannst. In den Bereich der digitalen Kunst fallen auch Premiumschriftarten, die Du auf einer Plattformen wie Calligraphr erstellen kannst. Insbesondere Handschriften sind unglaublich beliebt und werden beispielsweise auf Etsy stark nachgefragt.
E-Books und Hörbücher sind Klassiker in diesem Business, weil sie sich als digitales Produkt so einfach vermarkten lassen. Die Kundschaft liebt sie, denn wer trägt schon gern Bücher auf Papier mit sich herum? Die Hörbücher sind stark im Kommen, weil sie sich unterwegs rezipieren lassen.
Dieser Bereich ist vielfältig, denn es gehören sowohl klassische Agenturleistungen wie die Vermittlung von einfachen Services dazu (beispielsweise Haustiere hüten, wofür eine eigene Website genügt) als auch komplexe Aufgaben wie die Entwicklung von Software, Grafikdesign und Templates. Für Letzteres benötigst Du Expertise.
Die Entwicklung von Apps gehört eigentlich zur Softwareentwicklung und damit zu den digitalen Dienstleistungen, ist aber ein Thema für sich. Wohl kaum eine Dienstleistung im digitalen Bereich wird so stark nachgefragt. App-Entwickler sind die Stars im digitalen Universum, denn Apps brauchen viele Firmen für ganz alltägliche Aufgaben wie die Verwaltung ihres Fuhrparks und diverse sonstige Anwendungen. Moderne, KI-basierte Tools erleichtern inzwischen die App-Entwicklung, weshalb sich der Einstieg mit einigen Vorkenntnissen im Programmieren durchaus lohnt.
Rezepte sind immer gefragt und stoßen auf ein breites Publikum, denn jeder von uns kocht zumindest gelegentlich. Gedruckte Kochbücher waren im analogen Zeitalter der absolute Verkaufsschlager und sind es sogar immer noch, doch heute kannst Du sie oder auch nur einzelne Rezepte als digitale Produkte verkaufen.
Viele Händler und Hersteller versenden ihre Newsletter kostenlos, doch das ist keine Pflicht. Ein Newsletter eignet sich auch als digitales Produkt, wenn er für die Kundschaft wertvoll genug ist. Die Finanzindustrie setzt mit ihren Börsenbriefen darauf. Sie müssen aktuell und daher ein Newsletter sein. Gleichzeitig vermitteln sie werthaltige Anlagetipps, wofür die Kundschaft gern eine Gebühr zahlt. Es gibt viele weitere Nischen, in denen Du einen Newsletter als Produkt verkaufen kannst.
Vorlagen benötigt die Kundschaft für ihre Buchhaltung als Excel-Datei, für Briefköpfe und Rechnungen als Word-Datei und für ihre Produktpräsentationen als PowerPoint-Datei. Einige Vorlagen lassen sich sehr simpel erstellen, so die Briefköpfe und Rechnungen. Begehrt sind sie, weil die Kunden formal und juristisch korrekte Vorlagen für ihr Business brauchen.
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Es gibt viele weitere digitale Produkte Ideen. Hier noch einige Beispiele:-Rätsel-Ausmalbilder-Ernährungspläne-Motivationssprüche-Spiele für Kinder-Organisationspläne-Vorlagen für To-do-Listen-Umrechnungstabellen-Kalender-Packlisten-Schnittmuster und Bastelvorlagen. Die Liste ließe sich noch fortsetzen. Du kannst alles, was einen gewissen Wert hat und sich digital darstellen lässt, als Produkt verkaufen.
Schauen wir uns die Schritte an, mit denen Du zu Deinem digitalen Produkt gelangst.
Du benötigst zunächst mindestens eine Idee, welches digitale Produkt sich für Dein Geschäft eignet. Wenn Du Programmierkenntnisse hast, können Apps und andere Softwareentwicklungen eine sehr gute Idee sein. Doch wenn Dir hierfür die Expertise fehlt, solltest Du auf Produktideen setzen, die Du unkomplizierter bewältigst.
Führe eine Analyse des Bedarfs an digitalen Produkten durch. Wonach suchen die Kunden im Jahr 2024 und nachfolgend? Einige digitale Produkte Ideen wie Rezepte oder Ratgeber sind Dauerbrenner. Andere unterliegen kurzfristigen Hypes. Sobald Du Dir ein Bild vom gegenwärtigen Bedarf verschafft hast, informiere Dich darüber, wie viele Wettbewerber das betreffende Produkt schon online verkaufen. Mit etwas Glück stößt Du auf eine Nische, die noch niemand bedient.
Bevor Du digitale Produkte verkaufen kannst, musst Du sie entwickeln. Das verursacht einen gewissen Aufwand. Beachte bei der Produktentwicklung, dass künftige Stammkunden von Dir wahrscheinlich Nachfolgeprodukte erwarten. Baue also einen Ratgeber so auf, dass dem ersten Teil weitere, inhaltlich verbundene Teile folgen können. Dasselbe gilt für Vorlagen, Rezepte, Apps und jedes sonstige digitale Produkt.
Möglicherweise wirst Du von Anfang an sehr gelungene digitale Produkte verkaufen. Das ist aber nicht immer der Fall. Du solltest also eine Testphase einplanen, in der Du das Feedback der Kunden aufnimmst. In sogenannten Feedbackschleifen verbesserst Du aufgrund der konstruktiven Kritik von Kunden das Produkt, um den Verkaufserfolg zu erhöhen.
Wer ein Produkt verkaufen möchte, muss hierfür Marketing betreiben und den Vertrieb organisieren. Für das Marketing kannst Du auf SEO (Search Engine Optimization = Suchmaschinenoptimierung) und/oder bezahlte Onlinewerbung setzen. Den Vertrieb organisierst Du über eine etablierte Plattform wie Etsy, eBay & Co. oder über Deine eigene Website beziehungsweise Deinen Online-Shop. Denke daran, dass Du dort ein funktionierende Bezahlsystem integrieren musst.
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Einige digitale Produkte benötigen möglicherweise eine Anleitung. Das betrifft vor allem die Bereiche Digital Downloads und Assets. Für diesen Support solltest Du Ressourcen bereitstellen. Schaffst Du es allein, auf alle Anfragen von Nutzern einzugehen? Brauchst Du Mitarbeiter? Für den Support müssen die Kunden komfortable Kontaktmöglichkeiten vorfinden. Idealerweise können Sie Dich oder Dein Team per Mail, Chat und Telefon kontaktieren.

Abgesehen von der Produktion und dem Vertrieb kommen beim Verkauf digitaler Produkte auf Dich auch einige Pflichten zu. Diese sind gesetzlich geregelt. Die folgenden Erläuterungen geben den Stand im Jahr 2024 wieder.
Die erste Pflicht betrifft die Bereitstellung des digitalen Produkts. Die Kunden müssen eine bequeme Möglichkeit vorfinden, das Produkt unmittelbar nach dem Kauf per Onlinezugang zu einer Cloud oder Download zu nutzen. Diese unmittelbare Zugangsmöglichkeit ist immer dann zu gewährleisten, wenn Du beim Verkauf digitaler Produkte keinen Termin für die Bereitstellung nennst. So eine Bereitstellung zu einem späteren Termin wäre ungewöhnlich, aber nicht gesetzeswidrig, wenn sich das Produkt noch in der Entwicklung befindet und die Kunden bereit sind, im Voraus dafür zu bezahlen. Nur müsste dann der konkrete Termin für den Zugang genannt werden.
In der EU gilt eine Updatepflicht für in digitaler Form bereitgestellte Produkte. Das betrifft vor allem Software inklusive Apps sowie Digital Assets. Die Updates schließen Sicherheitslücken und bringen das Produkt auf den neuesten Stand. Es gibt keine gesetzlich definierten Zeiträume für die Updatepflicht. Vielmehr sind die Updates im „maßgeblichen Zeitraum“ bereitzustellen. Damit ist der Zeitraum der üblichen Nutzungsdauer gemeint. Diese kann wiederum von der Lebensdauer eines verbundenen physischen Geräts (Computer, Smartphone) oder von Deinen eigenen Werbeaussagen abhängen.
Wenn Händler in Deutschland digitale Produkte verkaufen, beträgt die Umsatzsteuer hierauf im Regelfall 19 %. Eine Ausnahme machen E-Books mit 7 % Umsatzsteuer. Solltest Du ins EU-Ausland verkaufen, richtet sich der Umsatzsteuersatz nach dem Zielland. Die Steuerpflicht im grenzüberschreitenden Verkehr vereinfacht das OSS-Verfahren, für das Du Dich anmelden kannst. Dieses One-Stop-Shop-Verfahren erlaubt es Dir, beim Verkauf an Privatpersonen im EU-Ausland ab einem Umsatz über 10.000 € die Umsatzsteuer in Deutschland beim Bundeszentralamt für Steuern oder in Deinem sonstigen Sitzland zu melden und abzuführen. Wie gewohnt gibst Du die Umsatzsteuererklärung vierteljährlich ab.
Lesetipp: mehr zum Thema “Rechtstexte für Onlineshop”
Die Digitalisierung hat zu einem neuen Geschäftsbereich geführt: Du kannst heute im Internet digitale Produkte verkaufen. Die Gewinnspannen sind teilweise sehr hoch, zudem ersparst Du Dir die Lagerhaltung und den Versand von physischen Produkten. Der Verkauf gelingt über eine eigene Website oder einen Online-Shop, doch Du kannst auch wenigstens anfangs Plattformen wie Etsy oder eBay nutzen, um digitale Produkte zu verkaufen. Die Möglichkeiten für den Verkauf digitaler Produkte sind sehr groß. Setze auf Themen und Bereiche, deren Entwicklung Du bewältigen kannst. Es sind beim Verkauf einige gesetzliche Rahmenbedingungen zu beachten, die jedoch nicht sehr komplex ausfallen.
Es handelt sich um ein Produkt, das in elektronischer Form vorliegt und heute online vertrieben wird.
Es gehören dazu unter anderem Videos, Plug-ins, Add-ons, Dokumenten-, Audio- und Bilddateien, Apps und sonstige Software, Vorlagen, Ratgeber, Digital Downloads & Assets sowie Online-Kurse.
Das hängt von Deiner persönlichen Expertise und Deinen Vorlieben ab. Es gilt die Faustregel: Je komplexer digitale Produkte Ideen ausfallen, desto mehr Bedarf besteht dafür und desto mehr Gewinn ist auch möglich. Doch die Anforderungen an Deine Expertise steigen damit ebenfalls.
Du musst eine Produktentwicklung starten und dann eine Testphase inklusive Feedbackschleifen einplanen. Nur so gelangst Du zur gewünschten Qualität.
Die organisierst nach entsprechendem Marketing den Vertrieb entweder über eine spezialisierte Plattform oder über Deine eigene Website beziehungsweise Deinen eigenen Online-Shop.
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