


Die Internetnutzung nimmt Jahr für Jahr zu. Eine eigene Website ist für Unternehmen heutzutage unverzichtbar. Genauso wie die allgemeine Internetnutzung boomt auch der Onlinehandel. In Deutschland kaufen inzwischen mehr als 90 % aller Menschen regelmäßig im Internet ein.
Dabei sind sowohl Produkte als auch Dienstleistungen per Mausklick verfügbar. Für Händler ein klares Signal: Ohne einen eigenen Onlineshop läuft nichts. Doch ist es überhaupt möglich, ohne das entsprechende Know-how einen erfolgreichen Onlineshop zu erstellen und zu verwalten? In diesem Beitrag erfährst Du, wie Du ganz ohne jegliche Programmierkenntnisse einen eigenen Onlineshop erstellen kannst.
Heutzutage ist es möglich, für wenig Geld und mit ein paar Klicks einen funktionsfähigen Onlineshop aufzubauen. Am einfachsten ist es, für das Erstellen Deines Webshops einen Onlineshop-Baukasten oder ein Content Management System (CMS) zu nutzen. CMS sind in der Regel als Open-Source-Code erhältlich und somit kostenlos, allerdings musst Du Dir das Hosting bei einem anderen Anbieter holen.
Je nachdem, welches Funktionspaket Du wählst, belaufen sich die Kosten eines Shopsystems auf 100 bis 300 Euro pro Jahr. CMS sind da etwas flexibler, allerdings kommst Du hier ohne zumindest rudimentäre Programmierkenntnisse nicht voran. Beispielsweise ist die Open-Source-Software von WordPress kostenlos, das WooCommerce-Plugin jedoch kostet rund 30 Euro pro Monat. Hinzu kommt das Hosting, für das Du 100 bis 200 Euro jährlich einplanen musst.
Bevor Du Deine Produkte bzw. Dienstleistungen online verkaufen kannst, solltest Du einige rechtliche Grundlagen kennen. Um Abmahnungen und andere Unannehmlichkeiten zu vermeiden, solltest Du Dich darum kümmern, dass Dein Onlineshop rechtssicher ist. Mit dieser Checkliste gelingt es Dir, einen rechtskonformen Onlineshop zu erstellen und Deine Waren online zu verkaufen.
Der erste Schritt zum erfolgreichen Online-Business besteht darin, Dein Gewerbe anzumelden. Ohne ein offizielles Gewerbe darfst Du keine Produkte oder Dienstleistungen in den Umlauf bringen. Du erhältst einen Gewerbeschein, den Du benötigst, um eine passende Rechtsform zu wählen. Die Kosten für die Gewerbeerlaubnis sind nicht bundeseinheitlich geregelt und liegen zwischen 20 und 65 Euro.
Bei der Wahl einer passenden Rechtsform für Deinen Onlineshop hast Du mehrere Möglichkeiten. Am häufigsten jedoch werden die Rechtsformen Einzelunternehmen und Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) gewählt. Bei beiden Rechtsformen ist kein Startkapital erforderlich, allerdings haftest Du mit Deinem Privatvermögen.
Als die wohl einfachste Rechtsform ist das Einzelunternehmen besonders beliebt, da die bürokratischen Anforderungen vergleichsweise gering ausfallen und die anfänglichen Hürden sehr niedrig sind. Es reicht aus, wenn Du das Formular zur steuerlichen Erfassung zusammen mit dem Gewerbeschein ans Finanzamt schickst. Ein Eintrag in einem Gewerberegister ist nicht erforderlich. Hast Du mindestens einen Geschäftspartner, meldest Du Dein Gewerbe als GbR an. Beim Finanzamt wird eine Personengesellschaft registriert, wobei jeder Geschäftspartner einen eigenen Gewerbeschein vorweisen muss.
Damit es zu keinen Abmahnungen kommt, musst Du bestimmte Rechtstexte in Deinen Onlineshop integrieren. Keineswegs dürfen folgende Texte fehlen:
Onlineshop-Baukästen ebenso wie Content-Management-Systeme (CMS) bieten Dir in der Regel Apps oder Erweiterungen an, mit denen Du problemlos abmahnsichere Rechtstexte für Deine Website erstellen kannst.
Du möchtest bestimme Produkte oder Dienstleistungen anbieten und hast Dich dazu entschlossen, einen Onlineshop zu erstellen? Um kommerziell erfolgreich zu sein, reicht dieses Vorhaben allein jedoch nicht aus. Bevor Du Deinen Shop erstellen und im E-Commerce richtig durchstarten kannst, solltest Du folgende Punkte beachten.
Als ersten Schritt solltest Du Dich intensiv mit der Frage beschäftigen, welches Geschäftsmodell Du mit Deinem Shop verfolgen willst. Folgende Fragen können Dir dabei helfen:
Um Dein Konzept festzulegen, solltest Du Dir außerdem über die Größe Deines Onlineshops Gedanken machen. Wie viele Produkte sollen im Angebot sein? Sind es nur wenige Produkte, reicht ein einfacher Onlineshop vollkommen aus. Dabei kannst Du mit niedrigen laufenden Kosten und geringem Zeitaufwand rechnen. Einfache Onlineshops sind vor allem dann geeignet, wenn es sich um Deinen ersten Exkurs in die Welt des E-Commerce handelt oder Du Dir ganz einfach mit Deinem Hobby etwas dazuverdienen möchtest.
Ein mittelgroßer Onlineshop entpuppt sich als die perfekte Lösung für kleinere und lokale Unternehmer, die professionell an die Sache herangehen. Mit einem solchen Webshop hast Du bereits viel mehr Möglichkeiten in den Bereichen Suchmaschinenoptimierung (SEO) und Marketing. Du kannst Deine Produkte und Dienstleistungen vorteilhaft präsentieren sowie Bestellungen schneller abwickeln. Im Gegenzug musst Du mit höheren Kosten und mehr Zeitaufwand als bei einem einfachen Onlineshop rechnen.
Ein komplexer Onlineshop mit einer Fülle von Funktionen spricht in erster Linie Unternehmen mit einem großen Verkaufsvolumen an. Das heißt, dass in diesem Fall auch ein großer Webspace sowie zahlreiche Plugins und Apps benötigt werden. International agierende Unternehmen greifen normalerweise auf professionelle Dienstleister zurück und lassen sich einen personalisierten Onlineshop erstellen.
Was ist Deine Zielgruppe? Diese Frage solltest Du Dir unbedingt stellen, bevor Du Deinen Online-Shop ins Netz stellst. Stelle eigene Nachforschungen in den folgenden Bereichen an:
Dienlich sind Dir Informationen zum durchschnittlichen Umsatz in Deiner Branche. Informiere Dich zudem über kommende Trends und das prognostizierte Wachstum Deines Marktes. Beobachte Deine Konkurrenten und versuche, aus ihren Erfolgen und Fehlern zu lernen.
Kostenlose Kundenanalysen lassen sich beispielsweise in marktspezifischen Foren vornehmen. Gibt es bestimmte Kritikpunkte oder Wünsche, die immer wieder diskutiert werden? Dann kannst Du diese Diskussionen als Aufhänger nehmen und sie zur Optimierung Deines Onlineshops nutzen.
Sei Dir im Klaren darüber, welche Zielgruppe Du ansprichst. Empfehlenswert ist das Kreieren sogenannter Personas, also typischer Vertreter einer bestimmten Zielgruppe.
Mittlerweile gibt es eine Fülle von Shopsystemen, die um Deine Gunst buhlen. Zu den bekanntesten und beliebtesten Anbietern zählen Wix, Jimdo und Shopify. Bei all diesen Providern handelt es sich um cloudbasierte Shopsoftware. Das Hosting sowie eine eigene Domain sind je nach Tarif inbegriffen. Mit jedem dieser Anbieter kannst Du schnell und einfach Deinen eigenen Onlineshop erstellen und verwalten.
Lesetipp: Mehr zum Thema Shopify Shop erstellen
Falls Du über gewisse Programmierkenntnisse verfügst, bist Du mit einem CMS wie WooCommerce von WordPress bestens bedient. Zwar nimmt Dir die Software – anders als bei Baukästen – nicht sämtliche Aufgaben ab, dafür hast Du jedoch auch mehr Gestaltungsfreiheit und profitierst zugleich von einem riesigen Angebot an Plugins und Apps.
Wähle eine Domain, die einprägsam ist und einen Zusammenhang zu Deiner Tätigkeit herstellt. Die optimale Länge einer Webadresse beträgt sechs bis 14 Zeichen. Online kannst Du kostenlos überprüfen, ob Deine Wunschdomain noch verfügbar ist. Damit Dich neue Kunden später finden können, muss Deine Domain von Suchmaschinen wie Google und Co. indexiert werden.
Deutsche Unternehmen greifen bevorzugt zur Domainendung .de. Endungen wie .com oder .net weisen eher auf eine internationale Tätigkeit hin. Neue Domainendungen wie .xyz oder .online solltest Du nur dann in Erwägung ziehen, wenn Deine Wunschdomain mit der bewährten Endung bereits vergeben ist.
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Manchmal kann ein Zahlungsanbieter der ausschlaggebende Faktor sein, warum sich Kunden für Dich und nicht für Deine Konkurrenten entscheiden. Deshalb ist es wichtig, die richtigen Zahlungsmodalitäten in Deinen Online-Shop zu integrieren. Laut Statistiken zahlt mehr als die Hälfte der deutschen Käufer mit PayPal. Beliebt sind auch Zahlungen mit Bank- oder Kreditkarte sowie die sogenannte SOFORT-Überweisung. Achte bei der Wahl Deiner Zahlungsmodalitäten auch auf zusätzliche Kosten, wie beispielsweise Transaktionsgebühren.
Das Branding Deines Online-Shops beginnt mit dem Firmennamen und einem aussagekräftigen Logo. Zu Deiner Markenidentität gehört auch die Kundenansprache. Achte darauf, dass das Branding in allen Bereichen Deines Unternehmens einheitlich ist. Ein wichtiger Aspekt ist zudem das Design Deines Onlineshops. Baukasten-Systeme bieten Dir eine große Auswahl an Templates, mit denen Du das Design personalisieren kannst.
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Für Kunden hat die User-Experience oberste Priorität. Eine klare Shop-Struktur sorgt für eine intuitive und angenehme Navigation. Kunden finden sich somit problemlos auf Deiner Website zurecht, was die Warenkorbabbrüche auf ein Minimum reduziert. Ein gut strukturiertes Menü mit Unterseiten zu wichtigen Themen wie Versand, Widerrufsrecht und Kontakt erlaubt es Usern, schnell relevante Inhalte zu finden.
Du hast Deinen Domainnamen registriert, einen passenden Onlineshop-Baukasten gewählt und das Design Deines Webshops festgelegt. Nun geht es daran, Deine Inhalte hochzuladen. Teile Deine Produkte in Kategorien ein und füge detaillierte Produktbeschreibungen ebenso wie Filtermöglichkeiten hinzu. Prüfe die Ladezeit Deiner Website und achte auf ein gutes Gleichgewicht zwischen Bildern und Textinhalten.
Sobald Du sämtliche Produkte und Inhalte hochgeladen hast, kannst Du Deinen Onlineshop veröffentlichen. Wichtige Funktionen wie Landingpages und Newsletter solltest Du vor der Veröffentlichung mit Deinem Shop verbunden haben. Schon vom ersten Tag an sind Analyse-Tools ein absolutes Muss. Richte einen Google-Analytics-Account ein, um Deine Verkaufszahlen und das Kaufverhalten Deiner Besucher stets im Auge zu haben. Vor dem Launch Deines Onlineshops solltest Du Dich auch noch davon vergewissern, dass Deine Texte frei von Rechtschreibfehlern sind.
Da viele Kunden Deinen Online-Shop von ihrem Smartphone oder Tablet aus besuchen werden, müssen die Inhalte für mobile Endgeräte optimiert sein. Um ein hohes Ranking bei Google zu erzielen, sollten sämtliche Inhalte schnell und einwandfrei laden. Suchmaschinen achten auf die Wahl der Keywords, die organisch und sinnvoll in die Texte eingefügt werden sollen. Aktualisiere Deinen Onlineshop regelmäßig und verlinke auf thematisch relevante Seiten.
Es reicht nicht aus, einen Onlineshop zu erstellen – Du musst ihn auch entsprechend vermarkten. Um Deinen Online-Shop erfolgreich bekannt zu machen, stehen Dir verschiedene Kanäle zur Verfügung.
Ob Google Ads oder Bannerwerbung: Mit zielgerichteter Werbung im Internet machst Du auf Deinen neuen Onlineshop aufmerksam. Diese Art der Vermarktung ist jedoch mit Kosten verbunden. Unter anderem können die Streuverluste sehr groß sein.
Selbst wenn Du mit Social Media nichts am Hut hast, solltest Du mit Deinem Onlineshop dennoch in den wichtigsten sozialen Netzwerken präsent sein. Von großer Bedeutung sind Instagram und Facebook. Gerade Instagram ist eine tolle Plattform, um Deine Produkte gekonnt in Szene zu setzen. Du kannst zudem visuelle Inhalte auf YouTube oder Pinterest einbinden, um Deine Relevanz zu erhöhen. Außerdem lassen sich auf Social Media auch Werbeanzeigen schalten. Diese sind günstiger als Pendants wie Google Ads und erlauben es Dir, Deine Zielgruppe enger zu fassen und somit für Dich relevanter zu machen.
Diese altbewährte Methode findet immer noch zahlreiche Anhänger. Damit Du einen E-Mail-Verteiler aufbauen kannst, musst Du zuerst über eine Liste mit E-Mail-Adressen bestehender oder potenzieller Kunden verfügen. Ein Newsletter-Pop-up dient Besuchern als Anregung, ihre E-Mail-Adresse zu hinterlassen. Weise auf Vorteile wie Rabattaktionen und frühzeitige Informationen zu neuen Produkten hin, wenn Besucher Deinen Newsletter abonnieren.
Gerade im Anfangsstadium kommen die meisten Gründer gut mit einem Online-Shop-Baukasten zurecht. Wenn Du jedoch weitere Funktionen einbauen möchtest, hast Du zwei Möglichkeiten: Entweder baust Du Deinen Onlineshop selbst auf oder lässt ihn mithilfe einer Agentur erstellen. Einen Onlineshop erstellen lassen ist ein kostspieliges Vergnügen: Mit einem hohen drei- bis vierstelligen Betrag solltest Du auf jeden Fall rechnen. Professionell erstellte Onlineshops sind dann von Bedeutung, wenn Deine Verkaufszahlen hoch sind und Du Dich voll und ganz dem E-Commerce widmen möchtest.
Ein Onlineshop ist eine tolle Möglichkeit, Deine Produkte auch im Internet zu verkaufen und somit ein breiteres Publikum zu erreichen. Mit einem Shopsystem kannst Du auch ganz ohne technisches Know-how einen Onlineshop schnell und einfach erstellen. Es stehen Dir zahlreiche Anbieter zur Verfügung, die Dir die nötige cloudbasierte Software liefern. Passe Dein Design ganz Deinen Wünschen an und entscheide, welche Inhalte für Deinen Shop
Um einen Onlineshop auf die Beine zu stellen, musst du zuerst ein Gewerbe anmelden und eine passende Rechtsform wählen. Hast du diese bürokratischen Hürden aus dem Wege geräumt, geht es ans Erstellen deines neuen Onlineshops. Dafür kannst du einen Baukasten oder ein CMS nutzen – je nachdem, ob du über Programmierkenntnisse verfügst. Als Alternative lässt du deinen Onlineshop professionell von einer Agentur erstellen.
Überlege dir eine Strategie, was Verkauf und Marketing angeht. Fasse deine Zielgruppe ins Auge und informiere dich über die aktuelle Situation am Markt. Ein Onlineshop-Baukasten hilft dir beim Erstellen deines Shops. Du benötigst eine eigene Domain und den entsprechenden Webspace. Beides ist im Baukasten inbegriffen. Falls du ein CMS nutzt, musst du das Hosting und die Domain separat bezahlen.
In der Regel kannst du mit einem Baukasten in kürzester Zeit einen eigenen Webshop erstellen und Produkte verkaufen. Wie groß der Aufwand letztendlich ausfällt, hängt davon an, wie viele Produkte du zum Verkauf anbieten und welche Inhalte bzw. informativen Texte du auf deiner Website einbinden möchtest. Wenn du etwas länger an deinem Onlineshop herumtüftelst, kann es also mehrere Tage dauern, bis du ihn online stellst
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