


Wenn Du selbstständig bist oder ein Unternehmen führst, ist eine eigene Website unverzichtbar. Bevor Deine Website im Internet online gehen kann, benötigst Du eine Domain, unter der Dein Webauftritt im Netz gefunden werden kann.
Domains sind oft kostenlos zu erhalten. Hier erfährst Du, wie Du Deine eigene Domain kostenlos registrieren kannst und worauf Du dabei achten solltest.
Die Domain ist die Internetadresse einer Website. Wenn jemand den Domainnamen Deiner Website in die Adresszeile seines Browsers eingibt, landet er direkt auf Deiner Website. Damit das funktioniert, muss jeder Domainname einzigartig sein. Eine Domain besteht aus zwei Teilen.
Der erste Teil ist der eigentliche Domainname mit dem Namen Ihres Unternehmens oder der Marke. Dahinter kommt die Top-Level-Domain (TLD), die von dem unabhängigen Organ ICANN vergeben und von einem Registrar vermittelt wird.

Wie funktioniert eine Domain?
Sie folgt nach dem Punkt und bildet die Domainendung. Mögliche TLDs sind „.de“, „.com“, „.tech“ und „.net“. Möchtest Du Dir eine eigene Domain kostenlos erstellen, gehören zu den typischen TLDs auch „.tk“ oder „.ml“. Anbieter wie Freenom haben eine Verwaltungsvereinbarungen mit Ländern wie Tokelau und Mali, so dass sie ihre Domains kostenlos oder besonders günstig anbieten können.
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Theoretisch besteht kein Unterschied zwischen einer kostenpflichtigen und einer kostenlosen Domain. Wie viel Du bezahlst, hat erst einmal wenig Einfluss auf die Qualität. Damit Du Deine Domain kostenlos erhältst, musst Du jedoch in der Regel ein paar Abstriche machen. So sind kostenlose Top-Level-Domains, wie Du sie zum Beispiel von Freenom bekommst, nicht so SEO-freundlich wie „.de“ oder „.com“.
Mit einer kostenlosen Freenom Domain kannst Du sogar damit rechnen, gar nicht auf Google angezeigt zu werden. Seriöse TLDs sind im Gegensatz zu Gratisdomains oft nur im ersten Jahr kostenlos. Diese und andere Nachteile werden weiter unten in diesem Artikel näher betrachtet.
Die Registrierung Deiner eigenen Domain muss nicht mit hohen Kosten verbunden sein. Wie Du Dir eine Domain sichern und kostenlos in Anspruch nehmen kannst, erfährst Du in den folgenden Abschnitten.

LowTrust-Domains oder Trash-Domains erfüllen in der Regel nicht die Branchenstandards und sorgen dafür, dass Deine Website von Suchmaschinen als nicht vertrauenswürdig eingestuft wird. Grund ist oft die Domainendung. Endungen wie „.tk“, „.ml“ und „.ga“ sind häufig gratis, kommen aber nicht von seriösen Anbietern und können das Ranking negativ beeinflussen. Die Ausnahme bilden Firmen wie Freenom und Dot TK. So bietet Freenom zum Beispiel an, eine Domain für ein Jahr kostenlos zu nutzen. Es ist jedoch wichtig, zu wissen, dass Du hier dennoch mit Nachteilen in Bezug auf das Ranking rechnen musst.
Einige Hosting-Anbieter bieten kostenlose Subdomains an. Eine Subdomain ist eine Erweiterung Deiner Domain. Die Hauptdomain entspricht dem Anbieter, lautet also zum Beispiel wordpress.com. Dein Domainname könnte also folgendermaßen aussehen: meinunternehmen.wordpress.com. Auf diese Weise ist Deine Domain dauerhaft kostenlos. Bei Wordpress oder anderen Content-Management-Systeme (CMS) bietet sich so eine gute Möglichkeit, Geld zu sparen und trotzdem eine seriöse Domain zu besitzen. Trotzdem ist es nicht unbedingt die beste Option, da es mit einer fremden Hauptdomain schwierig werden kann, die eigene Homepage später zu einer unabhängigen Domain zu migrieren.
Du findest auf dem Markt Unternehmen wie Wix oder Weebly, die eine Domain kostenlos samt gratis Website-Baukasten anbieten. Für das kostenlose Hosting hat der Anbieter das Recht, auf Deiner Homepage Werbung zu platzieren. Die gestellte Werbung kann das Aussehen der Website vereinnahmen und das Benutzererlebnis so stark verschlechtern. Für kleine Projekte oder einmalige Veranstaltungen können die günstigen Alternativen mit Werbebannern aber trotzdem infrage kommen. Überlege selbst, ob die Leistungen der Homepage-Baukästen hinsichtlich der Domainbenennung Deinen redaktionellen Anforderungen entspricht.
Eine der besten Alternativen zur Nutzung einer kostenlosen Domain ist die Inanspruchnahme der Testphase. Hierbei ist die Domain nicht dauerhaft kostenlos, sondern nur für eine begrenzte Zeitspanne. Es handelt sich um kostenlose Inklusivdomains zum gekauften Paket bei einem Hosting-Anbieter. Die Angebote variieren je nach Unternehmen. Manchmal ist die Domain ein Jahr lang kostenlos, bevor sie ein paar Euro pro Monat kostet. Manchmal erhältst Du Deine Domain auch nur die ersten 60 Tage gratis. Nutze dieses Angebot, um die Services eines Anbieters risikolos zu testen. Achte aber darauf, Deinen Vertrag zu kündigen, bevor er in eine kostenpflichtige Version übergeht.

Es gibt viele Anbieter auf dem Markt, bei denen Du Dir eine Domain sichern und kostenlos registrieren kannst. Zu den beliebtesten gehören unter anderen IONOS, Strato und Wix.
Mit IONOS MyWebsite erhältst Du im Starter Paket für 6 Euro pro Monat eine kostenlose Domain im ersten Jahr der Mitgliedschaft dazu. Nach 12 Monaten zahlst Du einen Preis, der von der Top-Level-Domain abhängt. Möglich sind alle gängigen Endungen, darunter „.de“, „.eu,“ “.com“ und „.net“. 10 GB Webspace und 10 Unterseiten sind im Paket inklusive, genauso wie das Marketingtool „marketingRadar“ und ein KI-Website-Generator.
In jedem Strato Webhosting Paket sind eine oder mehrere kostenlose Domains enthalten. Mit „Basic“ bekommst Du nur für 1 Euro im Monat 3 Domains kostenlos. Nach einem Jahr zahlst Du 9 Euro monatlich. Entscheidest Du Dich für das „Plus“- oder „Pro“-Paket sind die Leistungen im ersten Monat sogar komplett gratis und Du erhältst bis zu 10 Domains kostenlos. Weiterhin gibt es bis zu 200 GB Speicherplatz und uneingeschränkten Traffic.
Bei Strato kannst Du nicht nur eine Baukasten-Website oder einfaches Webhosting mieten, sondern auch spezielles Wordpress Hosting. Das ist praktisch, wenn Du Dir mit Deinen Programmierkenntnissen eine individuelle Website erstellen möchtest. Neben vielen Features wie KI-Funktionen, Postfächern und bis zu 75 GB Webspace erhältst Du mit jedem Paket die eigene Domain kostenlos dazu (ohne zeitliche Beschränkung). Im ersten Monat werden für die meisten Modelle keine Gebühren erhoben.
Wix bietet Website-Baukästen mit mehr als 900 kostenlosen Templates und intuitiv bedienbarem Editor an, der Dir die Erstellung Deiner eigenen Website erleichtert. Ein kostenloses Paket oder einen Testzeitraum gibt es aktuell nicht. Die Webdomain ist allerdings für ein Jahr kostenlos, wenn Du ein Wix Modell buchst. Das günstigste Paket kostet momentan 13,09 Euro pro Monat.
Ob es sich lohnt, sich eine Domain zu sichern und kostenlos zu registrieren, lässt sich nicht pauschalisieren. So ergeben sich unter Umständen einige Probleme und Nachteile, von denen Du wissen solltest.Die Erstellung einer Domain kann kostenlos sein. Trotzdem gibt es Unterschiede zwischen der Registrierung einer kostenpflichtigen und der einer kostenlosen Domain hinsichtlich Kontrolle und Flexibilität. So hast Du bei kostenpflichtigen Domains mehr Auswahl an verfügbaren Domainendungen (TLDs). Die gewählte TLD kann Einfluss darauf nehmen, wie weit oben Deine Website in einer Suchmaschine wie Google angezeigt wird. Ist Deine Domain kostenlos und hat eine unseriöse Endung (z.B. .tk oder .ml), hast Du nur wenig Chancen, dass Deine Website überhaupt bei Google angezeigt wird. Deshalb solltest Du vermeiden, kostenlose Domains bei Unternehmen wie Freenom zu erwerben.
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Erstellst Du Deine eigene Domain kostenlos, bist Du darüber hinaus eingeschränkt, was Deine Eigentumsrechte und die Kontrolle über Deine Website angeht. So kann es passieren, dass die Domain nicht verkauft werden kann oder auf Deiner Website Werbung platziert wird. Es bringt aber nicht zwingend Nachteile mit sich, wenn Du Dir eine Domain sichern und kostenlos nutzen möchtest.
Kostenfreie Versionen gehen nicht selten mit erheblichen Einschränkungen einher, daher lohnt es sich nicht immer, sich eine Domain kostenlos zu sichern. Wenn Du also planst, langfristig eine vertrauenswürdige Website für Dein Unternehmen zu erstellen, wirst Du nicht um einen kostenpflichtigen Anbieter herum kommen.
Suchst Du allerdings nur nach einem Einstieg in die Webpräsenz oder eine einfache Homepage für ein kürzeres Projekt, bist Du mit der Nutzung einer Free-Domain gut beraten.
Mit einer kostenlosen Domain hast Du die Chance, online präsent zu sein, ohne finanzielle Verpflichtungen einzugehen. Dies ist nützlich, wenn nur wenig Budget vorhanden ist oder Du Deine Webpräsenz erst einmal risikolos ausprobieren möchtest.
Für die Domainendungen hast Du verschiedene Möglichkeiten. Du kannst Dich für eine LowTrust-Domain von Freenom oder einem ähnlichen Anbieter entscheiden und erhältst weniger seriöse Domainendungen wie „.tk“ oder „.ml“. Nutzt Du einen Freehoster, ein Modell mit Werbung oder einen Testzeitraum, kommt Du aber auch gratis an eine seriöse TLD wie „.de“ oder „.com“.
Deine Website ist die Visitenkarte Deines Unternehmens. Die registrierten Domains sind oft ein entscheidender Faktor, der zur Professionalität und so auch zum Erfolg Deiner Firma beiträgt. Wenn Du eine Domain sichern und kostenlos nutzen willst, lassen sich ein paar Nachteile nicht außer Acht lassen. So wird eine weniger seriöse TLD schlechter gerankt als ein Domainname mit „.de“. Außerdem kann es je nach Anbieter passieren, dass auf Deiner Website fremde Werbung angezeigt wird, was das Kundenerlebnis beeinträchtigen kann. Informiere Dich über die Nachteile, bevor Du Dich für eine kostenlosen Domain entscheidest.
Beachte folgende Tipps, wenn Du Deine eigene Domain kostenlos nutzen möchtest:- achte auf einen vertrauenswürdigen Anbieter- hole Dir ein SSL-Zertifikat- wähle einen Domainnamen, der den Firmennamen oder den Markennamen widerspiegelt- gestalte die Domainstruktur möglichst klar und einfach.