


Onlineshop mit WooCommerce (WordPress): WooCommerce Tutorial [yyyy] für Online Shop erstellen
Wer einen Onlineshop mit WordPress erstellen will, der greift häufig zu WooCommerce. Das kostenlose Plugin ist international im Bereich der E-Commerce-Systeme führend. Mehr als 5 Millionen aktive Einbindungen in WordPress Installationen und eine Nutzerbewertung von 4,5 Sternen sprechen für sich. Dank der vielen Themes und Plugins wird aus der WordPress-Website schnell und ohne Programmierkenntnisse ein richtiger Shop. Allerdings bietet WooCommerce nicht nur Vorteile, auch einige Nachteile gilt es zu beachten.
WooCommerce ist das weltweit führende E-Commerce-Plugin für WordPress. Es eignet sich besonders gut für kleine bis mittelständische Unternehmen sowie Selbstständige. Die Hauptvorteile:
E-Commerce-Systeme gibt es viele, schließlich gehören Onlineshops mittlerweile zum Internet dazu wie E-Mails und Wikipedia. Plugins wie WooCommerce erlauben es dem Betreiber der Webseite, leicht einen Shop darin zu integrieren. Dafür muss er nicht einmal eine Zeile Code schreiben. Zudem weist WooCommerce viele nützliche Funktionen auf oder lässt sich dank verschiedener Templates kreativ gestalten. Ein gewisses technisches Verständnis über WordPress ist dennoch hilfreich. WooCommerce eignet sich vor allem für kleine bis mittelständische Unternehmen, für Selbstständige, Agenturen und Freelancer.

Auch größere Unternehmen können damit ohne großen Aufwand einen eigenen Shop erstellen. Gegebenenfalls setzen sie aber lieber auf eine maßgeschneiderte Lösung. WooCommerce ist für Anfänger geeignet und jene, die sich lediglich in diesem Bereich etwas ausprobieren wollen. Eine Grundvoraussetzung hat WooCommerce: Bei WooCommerce handelt es sich um ein Plugin für WordPress, nicht um eine eigenständige Shopsoftware. WordPress und WooCommerce kannst Du nur gemeinsam nutzen. Wenn Du eine Webseite selbst erstellst oder einen Baukasten nutzt, dann musst Du Dich nach einer Alternative umsehen.
Welche Vorteile hat WooCommerce gegenüber all den anderen E-Commerce-Lösungen? Die Einrichtung des Plugins ist völlig kostenlos. So kannst Du damit die Kosten für das Hosting des Online-Shops so niedrig wie möglich halten. Allerdings sind nicht alle WooCommerce Themes und Funktionen in der kostenlosen Variante erhältlich. Wenn Du einen Shop mit WooCommerce einrichten willst, solltest Du daher genau die verschiedenen Stärken und Schwächen abwägen. Auch andere Plugins für WordPress haben etwas zu bieten und könnten für den ein oder anderen Zweck besser geeignet sein.

WooCommerce ist kostenlos verfügbar, da es Open Source entwickelt wird. Im Vergleich zu vielen anderen Shopsystemen, kannst Du somit viel Geld sparen. WooCommerce verfügt darüber hinaus über einen modularen Aufbau, wodurch Du den Shop individuell gestalten kannst. Die vielen kostenlosen und kostenpflichtigen Erweiterungen geben Dir Freiheiten und weitere Gestaltungsmöglichkeiten.
Professionelle Plugins und Themes stehen für einen Aufpreis ebenfalls zur Verfügung. Du musst sie nicht nutzen, doch sie könnten genau das sein, was Dein WooCommerce Webshop braucht, um herauszustechen oder die gewünschten Funktionen aufzuweisen. Damit hast Du viele Freiheiten und Zusatzfunktionen, bei gleichzeitig verhältnismäßig niedrigen Kosten.
Die WooCommerce-Community ist riesig, mit vielen Anleitungen und Guides für den gegenseitigen Austausch. Das WordPress-Forum oder die Facebook-Gruppen „WooCommerce Help & Share“ oder „Advanced WooCommerce“ sind eine gute Möglichkeit, sich mit anderen auszutauschen. Eine Installation mit dem WooCommerce-Wizard ist denkbar einfach, HTML- oder CSS-Kenntnisse sind nicht notwendig. Zudem wächst die „WooCommerce-Economy“ mit vielen Erweiterungen zum Beispiel für Buchhaltungssysteme, POS-Systeme oder Lagerverwaltungen.
Die Nachteile von WooCommerce umfassen unter anderem den Rechtsbereich. Du bist mit Deinem Shop nicht rechtssicher, zumindest nicht automatisch. WordPress Shops benötigen Rechtstexte wie die AGB, Datenschutzerklärung oder Regelungen für den Widerruf. Solche Elemente musst Du selber auf der Webseite einbauen. Das kostenlose Plugin „Germanized“ kann hierbei helfen, WooCommerce für den deutschen Markt aufzustellen und die auf die EU ausgerichteten Rechtstexte einzufügen.
Die Ausrichtung auf den amerikanischen Markt gereicht Dir auch in anderen Bereichen zum Nachteil. Sobald in der EU oder Deutschland neue Gesetze eingeführt werden, übernimmt diese WooCommerce durch Updates nicht automatisch. Die kostenpflichtige Erweiterung „German Market“ und einige kostenlose Plugins halten den WooCommerce-Shop auf dem aktuellen Stand. WooCommerce ist sehr auf den englischsprachigen Markt ausgerichtet. Das merkst Du spätestens, wenn Du nach Tutorials suchst.
Auch der Support ist englischsprachig. Allerdings wächst die Zahl der WooCommerce Shops im deutschsprachigen Raum und damit deutschsprachige Materialien und Hilfestellungen. Ein anderer Nachteil betrifft das Content-Management-System von WordPress allgemein. Im Gegensatz zu Baukasten-Systemen mit integrierten Shops (wie etwa IONOS) setzt sich WordPress aus vielen unterschiedlichen Bausteinen zusammen. Die müssen nicht immer miteinander harmonisieren. Veränderungen an einer Stelle können zu Problemen an anderer führen.

WooCommerce-Shop Voraussetzungen.
Das WooCommerce Plugin lässt sich nicht ohne Weiteres in jede Website integrieren. Es stellt einige technische Anforderungen an die Webseite und das Webhosting. Unter anderem sollte der Webhoster nicht zu langsam sein, denn WooCommerce lädt und sendet viele Daten. Ist das Hosting zu langsam, dann bremst es den Kunden beim Einkauf aus. Im schlechtesten Falle bricht der mögliche Kunde den Kauf ab und sucht sich einen anderen Anbieter.
Eine Grundvoraussetzung für das WordPress Hosting ist das 128 MB WordPress Memory Limit. Aufgrund seines Datenhungers sollten es schon einiges mehr sein, wie ein Memory Limit von 256 MB. Weiterhin sollte Dein WordPress mindestens auf die Version 6.3 upgedatet sein. In Sachen PHP ist eine Version ab 7.4 gefragt, eine MySQL Version ab 5.67 oder eine MariaDB Version ab 10.4. HTTPs Support ist ebenso notwendig wie ein SSL-Zertifikat.

WooCommerce Shop erstellen: 6 Schritte für deinen Einstieg in den E-Commerce
Die Installation des Plugins ist so einfach wie der Umgang mit WordPress an sich. Selbst Laien können einen Onlineshop mit WooCommerce erstellen, dafür sind nur ein paar wenige Schritte notwendig. Das folgende WooCommerce Tutorial hilft Dir dabei.
Logge Dich zunächst auf dem Dashboard Deiner WordPress-Webseite ein und suche dann im WordPress Repository nach „WooCommerce“. Bitte beachte, dass als Autor „Automattic“ angegeben ist, andernfalls handelt es sich um ein Fake-Plugin. Mit wenigen Klicks ist WooCommerce heruntergeladen und bereit für die Einrichtung. Klicke dann auf „Installieren“. Mehr musst Du an dieser Stelle nicht unternehmen. Nach einer kurzen Zeit sollte die Anwendung komplett installiert sein.
Nach der Installation begrüßt Dich der „Setup-Wizard“ und führt Dich durch den Installationsprozess des WooCommerce Plugins. Auch dieser Schritt ist recht unkompliziert, Du musst lediglich ein paar grundlegende Angaben machen. WooCommerce will wissen, wer Du bist und was Du in Deinem Shop verkaufst. Trage hier Deinen Vornamen, Nachnamen, Geburtsdatum sowie Deine Anschrift ein. Zudem trägst Du hier die Art Deines Shops ein und welche Produkte Du verkaufst. Außerdem kannst Du hier bereits die Versandoptionen sowie die akzeptierten Währungen bestimmen. Nicht alle Konfigurationen musst Du gleich hier festlegen, Du findet die Einstellungen nach dem Installationsprozess in der Leiste im Dashboard.
Sowohl beim Verkauf von physischen als auch digitalen Produkten berechnet Dir WooCommerce keine Gebühren. Allerdings ändert sich das, wenn Dein Shop Abonnements, Mitgliedschaften, Buchungen und weiteres anbietet. Dann werden monatliche Gebühren fällig. Der Setup-Wizard fragt auch gleich nach Deinem Steuersatz. Verkaufst Du zum Beispiel digitale Produkte ins Ausland, dann bist Du vollumfänglich umsatzsteuerpflichtig und musst dementsprechend den richtigen Steuersatz auswählen. Der WooCommerce Tax Partner kann bei der Wahl des richtigen Steuersatzes helfen.
Sobald die Einrichtung des Plugins abgeschlossen ist, sollten vier Seiten im WordPress-Menü erscheinen: „Warenkorb“, „Kasse“, „Mein Konto“ und „Shop“. Optisch machen diese Seiten aber nichts her, weswegen Du Dir ein Theme aussuchen und den Shop ansprechend designen solltest. Am besten passend zum Design der Webseite, das Interesse der Besucher weckend und übersichtlich aufgebaut. WooCommerce bietet im Abschnitt „Design“ eine große Auswahl an Vorlagen. Wenn Du nicht weiß, wie genau Du Deinen Shop gestalten willst, dann schaue Dich bei der Konkurrenz um.
Bei WooCommerce hast Du die Wahl zwischen einem statischen und einem dynamischen Theme. Ein dynamischer Aufbau wirkt modern und verspielt, ein statischer Aufbau seriös und fokussiert. Überlege Dir, was besser zu Deiner Website oder dem Produkt passt. Auch die Zielgruppe könnte in dieser Hinsicht ihre Vorlieben haben.
Damit Dein WooCommerce Webshop Erfolg hat, braucht er guten Content. Das sind Inhalte wie Bilder oder Texte, die für den Kunden einen Mehrwert bieten und bei der Kaufentscheidung helfen. Zudem sind sie ein wertvolles Mittel für die Suchmaschinenoptimierung (SEO), denn Inhalte helfen beim Ranking der Webseite.
Passe auf, dass die Gestaltung zum Design des Shops passt. So stechen die Bilder und Texte für Deine Produkte besonders hervor. Im Abschnitt „Produkte“ findest Du Formulare und Einstellungsmöglichkeiten zur Anpassung der Shop-Seiten. Abgesehen vom Namen des Produkts, trägst Du hier auch den Preis ein. Bilder sind ebenfalls unerlässlich, bei manchen Produkten gar entscheidend für den Verkaufserfolg.
Tags helfen bei der Kategorisierung und geben Orientierung. Du solltest sie nicht ignorieren. Die Bestandsdaten informieren Deinen Kunden über die Verfügbarkeit des Produkts. Damit vermeidest Du viel Frust, denn so bestellt er kein Produkt, bei dem sich herausstellt, dass es nicht zur Verfügung steht.
Wenn Du die Einstellungen für den Check-out nicht bereits im Setup-Wizard übernommen hast, dann binde die Zahlungsoptionen jetzt ein, bevor der Shop live geht. PayPal, Klarna, Stripe, Amazon Pay und Visa bieten sich als häufig nachgefragte Zahlungsanbieter für Deinen Shop an. Letztlich kommt es auf die Gebühren an und welche Zahlungsanbieter Deine Kundschaft bevorzugt.
Dein WooCommerce Shop muss rechtssicher sein und die hierzulande geltenden Datenschutzverordnungen einhalten. Dafür verfügt das Plugin standardmäßig nicht über die notwendigen Rechtstexte. Ein weiteres Plugin, genannt „Germanized“, hilft bei der Anpassung an europäische und deutsche Standards gemäß DSGVO. Weiterhin integriert es zusätzliche Formulare, zum Beispiel für den Versand oder für die Mehrwertsteuer. Die Texte fügst Du dann auf den dazu vorgesehenen Unterseiten wie dem Impressum oder der Datenschutz-Seite ein.
Die Einbindung von WooCommerce bringt Dir nicht viel, wenn Du es nicht auf die Anforderungen Deines Shops anpasst. Viele weitere Funktionen und Themes stehen Dir zur Personalisierung des Shops zur Verfügung. Darunter fallen etwa Einstellungen für Gutscheine, Berichte, Bestellungen und Headless Commerce.
Wenn Kunden Gutscheine erstellen können, dann helfen sie Dir indirekt beim Marketing. Dadurch kommen eventuell jene Interessenten zu Deinem Shop, die von sich aus dort nicht eingekauft hätten. So oder so bedeutet es mehr Kunden und Einnahmen. Diese Funktion lässt sich ganz einfach in den „Allgemeinen Einstellungen“ aktivieren. Erst dann erscheint der Reiter „Gutscheine“, wo Du genauere Konfigurationen vornehmen kannst. Die Möglichkeiten in den Einstellungen sollten zumeist ausreichen. „WooCommerce Extended Coupon“ ist im Extension-Store erhältlich und liefert zusätzliche Funktionen.
Berichte klären Dich darüber auf, welches Produkt Du wie oft verkauft hast, welche besonders gut performen und welche die Kunden nur selten einkaufen. In dem Reiter „Berichte“ bereitet WooCommerce solche Daten grafisch oder mittels Diagrammen auf. Die Datensätze umfassen die Verkäufe, Bestellungen, Versandkosten und die Zeiträume. Auch auf Gutscheine oder bestimmte Produktkategorien lassen sich die Daten eingrenzen. Oder Du importierst die Daten als CSV-Dateien. Weiterhin wichtig ist der Reiter „Lagerbestand“, der Dich über die aktuell verfügbaren Produkte informiert.
Der Bereich „Bestellungen“ gestaltet sich für digitale Waren einfach. Hier erscheint nur, welche digitalen Produkte Du in letzter Zeit verkauft hast. Komplexer wird die Angelegenheit bei physischen Produkten, denn diese müssen versandt werden. Dann erscheinen an dieser Stelle die aktuellen Bestellungen der Kunden mitsamt den notwendigen Daten für die Lieferung. Auch Pakete, die sich gerade in der Retoure befinden, werden hier aufgelistet.
Mithilfe der Headless Konfigurationen trennst Du das Frontend und das Backend Deines Shops voneinander. Dazu musst Du eine Headless WooCommerce-Website mithilfe der WooCommerce REST API erstellen. Das hat mehrere Vorteile: DieWebseite ist besser gegen Hackerangriffe gefeit und lädt schneller.
Solltest Du mehrere WooCommerce-Shops verwalten, dann kannst Du ein Backend mit mehreren Frontend-Shops verbinden. Auch eine Verbindung zu einer Shop-App ist damit möglich. Ganz einfach ist die Einrichtung einer Headless-Commerce-Webseite jedoch nicht. Das Entwicklungstool DevKinsta kann bei der Einrichtung der Headless Konfigurationen helfen, verlangt jedoch ein paar Programmierkenntnisse.
Bei der Frage „Shopify oder WooCommerce“ siegt das Open-Source-Plugin in Sachen Kosten. WooCommerce ist in seiner Standardversion kostenfrei und daher vor allem kleineren und mittleren Webshops zu empfehlen. Zudem lässt es sich recht leicht installieren und konfigurieren. Das Angebot an Funktionen und Vorlagen kannst Du mit vielen Plugins erweitern und somit Deinem Online-Shop eine individuelle Note verpassen. Bedenke jedoch, dass sich das E-Commerce-System in erster Linie an den amerikanischen Markt richtet. Vor allem in Sachen Datenschutz musst Du nachhelfen, um auf der rechtssicheren Seite zu sein.
Lesetipp: Mehr zum Thema Shopify Shop erstellen
WooCommerce wurde für speziell für WordPress-Webshops entwickelt. In anderen Webseiten, die kein WordPress nutzen, lässt es sich nicht integrieren. Dafür gehört WooCommerce zu den meisten E-Commerce-Lösungen weltweit. Die vielen Webshops sollten für sich sprechen.
WooCommerce wird Open Source entwickelt und ist damit standardmäßig kostenfrei. Ebenso wie WordPress kann jeder es nutzen, ohne einen Cent auszugeben. Allerdings können Gebühren für verschiedene Erweiterungen und Themes anfallen. In der Regel halten sich die Kosten in Grenzen.
Standardmäßig sind in WooCommerce keine Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) oder andere Rechtstexte enthalten. Datenschutzerklärung, Impressum und Co. musst Du selbst eintragen. Entweder erledigst Du das manuell oder nutzt die dafür vorgesehenen Erweiterungen.
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