Wirtschaft

Britische Staatsschulden mit Rekord 1.000.000.000.000 Pfund

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Die britische Schuldenuhr tickt ...

(Foto: picture alliance / dpa)

The Queen is not amused: Obwohl die Staatsausgaben Großbritanniens 2011 sinken und gleichzeitig die Einnahmen steigen, klettert auch die Neuverschuldung und erreicht einen Rekordwert. Der Kampf gegen die Wirtschaftsflaute erhält damit einen herben Dämpfer. Eine nachhaltige Trendwende ist zudem nicht in Sicht.

Großbritanniens Staatsschulden haben erstmals die Billionen-Grenze überschritten. Die Verbindlichkeiten beliefen sich am Jahresende auf 1,004 Billionen Pfund (1,2 Billionen Euro), teilte die Nationale Statistikbehörde mit. "Dies belegt das untragbare Ausgabenniveau, das dieses Land in den vergangenen Jahren erreicht hat", sagte eine Sprecherin des Finanzministeriums. "Es zeigt auch, dass wir das Defizit der Zukunft unseres Landes wegen entschlossen angehen müssen."

Im Haushaltsjahr 2010/11 türmte das gegen eine Wirtschaftsflaute kämpfende Land neue Schulden in Höhe von 127 Mrd. Pfund auf - obwohl die Staatsausgaben um 0,9 Prozent fielen und die Einnahmen um 7,3 Prozent zulegten. Im laufenden Jahr wird ein Defizit von  127 Mrd. Pfund erwartet, 8,4 Prozent der Wirtschaftsleistung.

"AAA"-Status gefährdet

Der Maastrichter EU-Vertrag erlaubt eigentlich nur eine Obergrenze von drei Prozent. Großbritannien hat viele Banken teilweise oder ganz verstaatlicht, was enorme Summen verschlingt.

Schätzungen zufolge ist die britische Wirtschaft am Jahresende leicht geschrumpft. Die Ratingagentur Moody's hatte davor gewarnt, dass Großbritanniens Bestnote "AAA" wegen der Auswirkungen der Schuldenkrise in den Euro-Ländern verlieren

Quelle: ntv.de, rts