Wirtschaft

Umsatz- und Gewinnrückgang AMD schlägt Intel in der Flaute

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Gewinnwarnung von Intel, AMD scheint besser durch die Absatzflaute zu kommen.

(Foto: picture alliance / dpa)

Die Chipbranche schwächelt kollektiv, weil die Nachfrage teils deutlich nachlässt. Dennoch gibt es Gewinner und Verlierer. AMD verbucht zwar drastische Erlös- und Ergebniseinbrüche, dennoch weckt der Konzern Hoffnungen.

Advanced Micro Devices (AMD) hat wie erwartet ein rückläufiges Geschäft im ersten Quartal verzeichnet. Der Umsatz fiel um 23 Prozent auf 1,27 Milliarden Dollar, wie der US-Konzern mitteilte. Das lag marginal über den Prognosen der Analysten. Das Nettoergebnis erreichte nur noch 16 Millionen Dollar nach 81 Millionen vor Jahresfrist.

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Bereinigt knickte der Gewinn je Aktie auf 6 Cent von 11 Cent im Vorjahreszeitraum ein. Analysten hatten lediglich mit 5 Cent je Aktie gerechnet. Die Aktie legte nachbörslich um knapp 5 Prozent zu.

Abschwung nur vorübergehend?

AMD leidet wie die gesamte Branche unter einer nachlassenden Nachfrage. Marktführer Intel hatte erst vor wenigen Tagen die Jahresprognose gesenkt. Die Chiphersteller hatten lange Zeit vom Ausbau der Rechenzentren für Cloud-Angebote profitiert. Dieser Trend flaut nun jedoch ab.

Doch die Hersteller betrachten den Abschwung nur als vorübergehend. AMD selbst hatte im Januar schon vor einem schwachen ersten Quartal gewarnt, für das Gesamtjahr aber ein hohes einstelliges Umsatzwachstum angekündigt. Im zweiten Quartal will AMD den Umsatz zum Vorquartal wieder um 19 Prozent auf 1,52 Milliarden Dollar steigern, hieß es nun. Das soll mit Wachstum in allen Geschäftsbereichen gelingen. Die bereinigte Bruttomarge soll dabei bei 41 Prozent gehalten werden-

Angesichts der Gewinnwarnung von Intel ist die hoffnungsvolle Prognose bemerkenswert, zeigt es doch, dass AMD besser durch die Flaute kommen will und dem Branchenprimus vielleicht sogar Marktanteile abnimmt.

Quelle: n-tv.de, bad/DJ

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