Wirtschaft

Betrieb "als erster Hersteller"? Airbus arbeitet an Wasserstoff-Flugzeug

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Wie die Zukunft des Fliegens aussieht, könnten diese drei Entwürfe erahnen lassen.

(Foto: (c) Airbus)

Schwere Batterien sind für den Antrieb von Flugzeugen problematisch, dennoch will die Luftfahrt eine Wende zu mehr Klimaneutralität. Airbus setzt dafür auf Wasserstoff und stellt drei konzeptuelle Ideen vor. Das "ehrgeizige" Ziel des Unternehmens liegt jedoch noch ein paar Jahre in der Zukunft.

Der europäische Luftfahrtkonzern Airbus will in 15 Jahren ein Passagierflugzeug mit Wasserstoffantrieb herstellen. "Unser Ehrgeiz ist es, eine solche Maschine als erster Hersteller 2035 in Betrieb zu nehmen", sagte Konzernchef Guillaume Faury der französischen Tageszeitung "Le Parisien - Aujourd'hui en France".

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Airbus 64,52

Das Unternehmen präsentierte auf seiner Internetseite drei konzeptuelle Entwürfe für emissionsfreie Maschinen unter dem gemeinsamen Codenamen "Zeroe". Dabei handelt es sich um eine Maschine mit Turbinenantrieb und eine mit Propellerantrieb, sowie ein Flugzeug in V-Form, dessen Tragflächen in den Rumpf übergehen. Die Konzepte sollen dabei helfen, ein umsetzbares Design für das "erste klimaneutrale, emissionsfreie Passagierflugzeug" zu erforschen und zu entwickeln, wird Faury zitiert.

Macron: "Frankreich, Land der Innovation"

Nötig seien dazu Investitionen im zweistelligen Milliardenbereich. Frankreichs mächtiger Wirtschafts- und Finanzminister Bruno Le Maire hatte zu Monatsbeginn in einem Interview angekündigt, das Land wolle langfristig sieben Milliarden Euro in die Wasserstofftechnik investieren.

Präsident Emmanuel Macron sprach nach der Airbus' Ankündigung bereits von "Frankreich, dem Land der Innovation". Um eine solche Technologie in der Zukunft einsetzen zu können, sei jedoch auch "signifikante Infrastruktur zum Transportieren und Tanken von Wasserstoff" nötig, hieß es aus dem Unternehmen. Dies müsse an Flughäfen umgesetzt werden, der Schlüssel dazu sei die Unterstützung von Regierungen.

Wasserstoff gilt als wichtiger Baustein für eine klimafreundliche Energieversorgung. Denn bei der Nutzung entstehen keine Treibhausgase. Allerdings muss zur Herstellung zunächst mit großem Energieaufwand Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff gespalten werden. Klimaschonend ist dies nur, wenn dazu wiederum Strom ohne oder mit nur minimalen Treibhausgas-Emissionen während der Erzeugung verwendet wird, also zum Beispiel aus Sonne oder Wind.

Quelle: ntv.de, mra/dpa