Wirtschaft

"Erheblicher Verlust" Alpine schreibt rote Zahlen

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Medienberichten zufolge soll sich die Baufirma Alpine in akuten Zahlungsschwierigkeiten befinden.

(Foto: dapd)

Noch vor wenigen Tagen hatte Österreichs zweitgrößter Baukonzern erklärt, keine Finanznöte zu haben. In einer Pflichterklärung des Unternehmens heißt es nun, Alpine rechne mit erheblichen Verlusten für das laufende Geschäftsjahr. Seinen finanziellen Verbindlichkeiten könne Alpine jedoch nachkommen, heißt es weiter.

Der österreichische Baukonzern Alpine erwartet für das laufende Jahr rote Zahlen. "Entgegen den bisherigen Erwartungen der Emittentin würde der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2012 vor allem aufgrund der Entwicklung bestimmter Projekte einen erheblichen Verlust aufweisen", teilte die Tochter der spanischen Baugruppe FCC in einer Pflichtveröffentlichung mit.

Das Unternehmen und sein Alleingesellschafter diskutierten derzeit alle erforderlichen Maßnahmen, um eine solide Finanzlage einschließlich insbesondere einer angemessenen Eigenkapitaldecke des Konzerns wiederherzustellen. Aufgrund der Unterstützung durch FCC sowie der Gespräche mit den finanzierenden Banken sei der Konzern zuversichtlich, auch weiterhin alle seine finanziellen Verbindlichkeiten bedienen zu können.

Am Mittwoch hatte Alpine erklärt, trotz der mauen Baukonjunktur in Teilen Europas keine Finanznöte zu haben. Die FCC-Tochter reagierte damit auf einen Online-Bericht des Nachrichtenmagazins "Profil". Dort hieß es, Alpine Bau benötige in den nächsten Tagen 31 Millionen Euro, um den Betrieb aufrecht erhalten zu können. Alpine ist nach eigenen Angaben der zweitgrößte österreichische Baukonzern. Das Unternehmen erwirtschaftete 2011 mit gut 15.000 Mitarbeitern eine Leistung von 3,6 Milliarden Euro.

Quelle: n-tv.de, rts

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