Wirtschaft

Investitionen fressen Wachstum Amazons Gewinn bricht ein

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Wer bei Amazon arbeitet, kann sich derzeit nicht über zu wenig Arbeit beklagen.

(Foto: AP)

Amazon ist bekannt dafür, viel Geld für neue Geschäftsfelder auszugeben und auf Gewinn zu verzichten. Dementsprechend sehen die Zahlen für das zweite Quartal aus. An der Börse kommt die anhaltende Expansion nicht gut an.

Investitionen haben Amazon große Teile des Gewinns gekostet. Das Ergebnis brach im zweiten Quartal um 77 Prozent auf 197 Millionen Dollar ein, wie das Unternehmen am Donnerstag nach US-Börsenschluss mitteilte. Der Umsatz legte derweil um 25 auf 37,96 Milliarden Dollar zu.

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Umsatztreiber war erneut die Unternehmenstochter Amazon Web Services (AWS), die Server an Unternehmen wie Netflix oder auch den US-Geheimdienst CIA vermietet. Allerdings muss sich AWS gegen die harte Konkurrenz von Microsoft und Alphabet durchsetzen - angesichts von Preiskriegen wachsen damit Sorgen, ob das Wachstumstempo andauern kann.

An der Börse kamen die jüngsten Zahlen schlecht an: Die Aktien gaben im nachbörslichen Handel 2,6 Prozent nach. Zuvor hatten sie mit 1083,31 Dollar ein Rekordhoch erreicht und damit den Amazon-Chef und -Gründer Jeff Bezos vorübergehend zum reichsten Menschen der Welt gemacht. Seit Jahresbeginn haben sich die Papiere um etwa 40 Prozent verteuert.

Amazon ist bekannt dafür, viel Geld für neue Geschäftsfelder auszugeben und dafür auf Gewinn zu verzichten. Derzeit investiert der Internethändler in Videoangebote oder Indien. Zuletzt hatte das Unternehmen auch die Bio-Supermarktkette Whole Foods Market gekauft, um sein Geschäft mit frischen Lebensmitteln auszubauen. Damit Waren schneller ausgeliefert werden können, sollen bis Mitte 2018 mehr als 130.000 neue Stellen entstehen.

Quelle: n-tv.de, chr/rts/DJ

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