Wirtschaft

Moody's hat große Zweifel Anglo Irish noch zu retten?

Die Bank Anglo Irish kämpft um ihr Überleben. Es ist auch völlig offen, ob das staatlich gestützte Geldinstitut weiter existieren kann. Moody's senkt ihr Rating auf nur eine Stufe oberhalb des Ramschstatus.

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(Foto: picture alliance / dpa)

Die Ratingagentur Moody's hat den Daumen über der schwer angeschlagenen Bank Anglo Irish gesenkt und damit Zweifel an der Rettung der staatlich gestützten Großbank geschürt. Die Experten rechnen inzwischen mit einer deutlich höheren Wahrscheinlichkeit, dass das Institut einem Teil seiner Verpflichtungen nicht nachkommt.

Die Agentur bewertete hochrangige ungesicherte Schulden des Geldhauses mit einer Note, die nur eine Stufe oberhalb des Ramschstatus rangiert. Damit empfiehlt Moody's die Papiere nur noch Investoren mit großer Risikobereitschaft und die Bank muss künftig mehr Geld für ihren Schuldendienst aufbringen.

Die Agentur senkte die Note um drei Stufen auf Baa3, die Einstufung für nachgeordnete Schulden nahm sie um sechs Stufen auf Caa1 zurück. Zugleich schloss sie weitere Herabstufungen nicht aus.

Entscheidung noch offen

Es sei zwar davon auszugehen, dass die Regierung alle hochrangigen Anleihen absichere, erklärte die Agentur. Die Benotung bleibe jedoch bis zu einer endgültigen Entscheidung Irlands über die Zukunft der Bank unter Beobachtung. Die Regierung in Dublin will bis Oktober mitteilen, wie sie die geplante Stilllegung der Allied Irish organisieren und finanzieren will.

Vor kurzem waren Gerüchte aufgekommen, Irland müsse wegen der teuren Sanierung seiner Banken auf internationale Hilfe aus dem Euro-Rettungsschirm und vom Internationalen Währungsfonds (IWF) zurückgreifen. Dies wurde von allen Beteiligten zurückgewiesen.

Quelle: n-tv.de, wne/rts

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27.09.10