Wirtschaft

BDA fordert Wochenarbeitszeit Arbeitgeber: Acht-Stunden-Tag abschaffen

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Die IG Metall hält von den Plänen nicht all zu viel.

(Foto: imago/Westend61)

Fünf Tage in der Woche acht Stunden arbeiten - macht die klassische 40-Stunden-Woche. Doch von der möchten sich die deutschen Arbeitegeber am liebsten verabschieden. Sie fordern eine Wochenarbeitszeit und mehr Flexibilität für Angestellte.

Die Arbeitgeber haben die Bundesregierung aufgefordert, den Acht-Stunden-Tag aus dem Arbeitszeitgesetz zu streichen. Das geht aus einem Positionspapier der Bundesvereinigung der deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) hervor, aus dem die "Rheinische Post" zitierte. "Um mehr Spielräume zu schaffen und betriebliche Notwendigkeiten abzubilden, sollte das Arbeitszeitgesetz von einer täglichen auf eine wöchentliche Höchstarbeitszeit umgestellt werden."

Der Präsident des Industrie- und Handelskammertages, Eric Schweitzer, sagte der Zeitung, flexible Arbeitszeiten gewännen "angesichts von Digitalisierung und der Notwendigkeit zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie immer mehr an Bedeutung". Die "starren" Arbeitszeitregelungen hierzulande minderten diese Flexibilität. "Daher wäre es wichtig, die gesetzlichen Regelungen an die aktuelle Entwicklung anzupassen", sagte Schweitzer.

Das Arbeitszeitgesetz von 1994 begrenzt die zulässige werktägliche Arbeitszeit auf acht Stunden. Die Ausdehnung auf bis zu zehn Stunden ist möglich, wenn der Acht-Stunden-Tag langfristig eingehalten wird.

Die IG Metall wies den Vorstoß der Arbeitgeber zurück. "Überall, wo wir Regelungen zum mobilen Arbeiten vereinbart haben, stand das Arbeitszeitgesetz nicht im Wege", sagte der designierte IG-Metall-Vorsitzende Jörg Hofmann der "Rheinischen Post". Deshalb sehe er keinen akuten Handlungsbedarf. Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles hatte angekündigt, das Arbeitszeitgesetz solle 2016 angesichts der Digitalisierung am Arbeitsplatz angepasst werden.

Quelle: ntv.de, bdk/AFP

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