Wirtschaft

Papier schießt auf Allzeithoch Bertrandt-Aktie befeuert vom MDax-Aufstieg

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Das 1974 gegründete Unternehmen Bertrandt hat seinen Sitz im baden-württembergischen Ehningen.

(Foto: picture alliance / dpa)

Der nun feststehende Aufstieg des Ingenieurdienstleisters Bertrandt in den MDax versetzt Anleger in einen Kaufrausch und hebt die Aktie auf ein neues Allzeithoch. Analysten zeigen sich aus einem Grund jedoch erstaunt von der starken Börsen-Reaktion.

Durch die Decke schießt am letzten Handelstag der Woche die Aktie des künftigen MDax-Aufsteigers Bertrandt: Das Papier des Ingenieurdienstleisters steigt in der Spitze um knapp 10 Prozent und markiert ein neues Allzeithoch bei 135,95 Euro. Was erstaunt: Händler hatten vor Handelsbeginn nicht mit einem größeren Kursimpuls gerechnet.

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Der Grund für die Euphorie bei den Anlegern: Die bisher im SDax gelistete Bertrandt-Aktie wird im MDax den Titel des Immobilienunternehmens Gagfah ersetzen. Zu dem außerplanmäßigen Umbau des Nebenwerte-Index kommt es im Zuge der Fusion von Deutsche Annington und Gagfah. Im SDax wird anstelle von Bertrand dann TLG Immobilien aufgenommen. Die Änderungen werden zum 24. Februar gültig.

Automobilzulieferer sammeln sich im MDax

"An der Börse wurde mit dieser Entscheidung gerechnet, es war nur eine Frage der Zeit", so ein Händler zum Wechsel von Bertrandt aus dem SDax in den MDax. "Die Index-Veränderungen zeigen klar, in welchen Branchen momentan die Musik spielt", sagte der Händler weiter. Den Platz im MDax macht Gagfah frei, die der Konsolidierung im Immobiliensektor zum Opfer gefallen sind. Auf der anderen Seite steht gleich ein anderes Immobilienunternehmen für den Sprung in den SDax bereit: TLG-Immobilien. Da in der Immobilienbranche momentan gilt, "big is beautiful", kann mit weiteren Übernahmen gerechnet werden.

Auf der anderen Seite zeigt ein Blick auf den MDax, dass die Automobilbranche dort immer stärker vertreten ist. Während sich die großen Automobilhersteller im Dax tummeln, sind in der zweiten Reihe die Zulieferer wie Dürr, Elringklinger, Leoni, Norma und nun Bertrandt stark vertreten.

Quelle: ntv.de, kst/rts/DJ