Wirtschaft

Index-Umbau im Aktienhandel Börse sortiert MDax, SDax und TecDax neu

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Auf dem Frankfurter Parkett wird sich einiges ändern.

(Foto: REUTERS)

Der große Stichtag ist da: Pünktlich zum Wochenende tritt an der Börse die bislang umfangreichste Umbauaktion am deutschen Aktienmarkt in Kraft. Die Commerzbank fliegt aus dem Leitindex, Wirecard steigt auf. Bei den Nebenwerten gibt es Veränderungen.

Mit dem Handelsschluss an diesem Freitag geht am deutschen Aktienmarkt eine Epoche zu Ende: Während Händler und Anleger Richtung Wochenende ziehen, beginnen Spezialisten der Deutschen Börse mit den angekündigten Umbauarbeiten bei der Zusammenstellung der prominentesten Auswahllisten des Frankfurter Aktienmarkts.

Die auf den ersten Blick spektakulärste Veränderung betrifft die Commerzbank. Deutschlands zweitgrößtes privates Kreditinstitut muss den gewohnten Platz in der ersten deutschen Börsenliga aufgeben. Die angestammte Position der traditionsreichen Coba im Leitindex Dax übernimmt der gerade einmal 19 Jahre alte Zahlungsabwickler Wirecard.

Der Wechsel fällt mit der bislang größten Index-Reform im Frankfurter Börsenhandel zusammen: Stichtag der vor gut zwei Wochen angekündigten Umbauaktion ist der 21. September. Zum Handelsschluss vor dem Wochenende werden gleich mehrere Index-Listen teilweise vergrößert, neu zusammengestellt und nach veränderten Regeln berechnet. Für die breite Öffentlichkeit sichtbar werden die Veränderungen dann zum Beginn der kommenden Woche mit Eröffnung des Börsengeschäfts am 24. September.

Durch den Abstieg aus dem Leitindex verliert die Commerzbank insbesondere bei internationalen Investoren an Aufmerksamkeit. Investmentfonds, die den Dax mit seinen 30 Werten abbilden, müssen die Commerzbank-Aktien verkaufen und gleichzeitig Wirecard-Papiere erwerben. Die Anpassungen der Investoren dürften sich wie in solchen Fällen üblich auch auf die Kurse der betroffenen Aktien auswirken.

Wenig praktische Folgen für Kleinanleger

Parallel zur Entscheidung über die künftige Aufstellung des Dax ordnet die Deutsche Börse auch die Zusammensetzung der Auswahllisten unterhalb des Dax neu. Auch hier müssen Analysten, Fondsmanager und Vermögensverwalter reagieren. Für Kleinanleger dagegen dürften sich - abgesehen von den erwartbaren Kursreaktionen - wenig praktische Folgen aus der Index-Reform ergeben.

Durch die Reform wird der Nebenwerte-Index MDax um zehn Unternehmensnamen auf 60 Titel erweitert. Der Kleinwerte-Index SDax schwillt um 20 Aktien auf 70 Indexmitglieder an. Der Technologie-Index TecDax wird zu einem Zweitnotierungsindex für die Technologiewerte aus Dax, MDax und SDax heruntergestuft.

Aus dem MDax steigen die Elektronikhandelskette Ceconomy, der Autozulieferer Leoni, der Gabelstaplerbauer Jungheinrich, das Werbe- und Medienunternehmen Ströer sowie der Versicherer Talanx ab. Sie gehören künftig dem SDax an. Auch diese Änderungen werden zum 24. September wirksam.

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Quelle: n-tv.de, mmo/rts

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