Wirtschaft

Zehn Prozent der Jobs gefährdet Bremer Landesbank in höchster Not

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Aufgrund fauler Kredite bei der Schiffsfinanzierung erwartet die Bank im laufenden Jahr hohe Millionen-Defizite.

(Foto: dpa)

Der angeschlagene Bremer Landesbank geht es schlecht. Sie benötigt wegen fauler Schiffskredite eine massive Geldspritze zwischen 400 und 500 Millionen Euro. Zudem müssen viele Mitarbeiter um ihren Arbeitsplatz bangen.

Niedersachsens Finanzminister Peter-Jürgen Schneider hält bei der angeschlagenen Bremer Landesbank größere Stellenstreichungen für möglich. Zehn Prozent der rund 1000 Arbeitsplätze dort könnten auf der Kippe stehen, sagte er dem "Handelsblatt". Den Kapitalbedarf des Instituts bezifferte Schneider auf 400 bis 500 Millionen Euro.

Der SPD-Politiker Schneider ist Aufsichtsratsmitglied der Bremer Bank und gleichzeitig Aufsichtsratschef ihres Haupteigners NordLB. Die NordLB gehört mehrheitlich dem Land Niedersachsen, an der Bremer Landesbank ist sie mit 55 Prozent beteiligt. Das Land Bremen hält 41 Prozent an seiner Landesbank, der Sparkassenverband Niedersachsen 4 Prozent.

Hohe Wertberichtigungen wegen fauler Schiffskredite brachten die Bremer Landesbank in Schieflage, allein kann sie den so entstandenen Kapitalbedarf nicht stemmen. "Die Bremer Landesbank muss vollständig unter das Dach der NordLB. Nur so können wir die Risikotragfähigkeit der Bank sicherstellen", sagte der niedersächsische Finanzminister.

Bremen müsse sich entscheiden: Entweder übernehme die NordLB die Anteile des Landes für einen mittleren dreistelligen Millionenbetrag, oder Bremen erhalte einen Anteil von sechs bis sieben Prozent am Konzern.

Quelle: ntv.de, ppo/dpa