Wirtschaft

Umfrage: Finanzplatz profitiert Brexit treibt Immobilienpreise in Frankfurt

Für keine andere deutsche Stadt wird der Brexit so direkte Folgen haben, wie für den Finanzplatz Frankfurt. Einer Studie zufolge wird der EU-Austritt die Mieten am Main in die Höhe treiben. Und die Befragten rechnen mit noch weiteren Folgen.

Die Mieten und Preise für Wohnungen und Büros am Finanzplatz Frankfurt am Main werden infolge des Brexit-Votums kräftig ansteigen. Das ist verbreitete Ansicht in der deutschen Immobilienbranche, wie eine Umfrage der Unternehmensberatung Ernst & Young ergab. In der Bankenstadt werden nach Ansicht von 86 Prozent der Befragten die Preise für Wohnimmobilien weiter steigen, 79 Prozent rechnen mit steigenden Preisen für Büroimmobilien.

Fast drei Viertel der Befragten (72 Prozent) glauben, dass der Finanzplatz Frankfurt am meisten von einem Austritt Großbritanniens aus der EU profitieren wird. Mehr als die Hälfte (57 Prozent) der 555 befragten Investoren, Projektentwickler, Finanzierer oder Berater sagten, dass sie mit aus ihrer Sicht positiven Folgen für den gesamten deutschen Immobilienmarkt rechnen - dass also Mieten und Kaufpreise steigen.

Die Folgen für das eigene Unternehmen sind vielen Befragten noch unklar. 40 Prozent sagten in der EY-Umfrage, sie könnten die Auswirkungen des Brexit-Votums nicht bewerten. 20 Prozent erwarten positive Folgen, weitere 20 Prozent negative. Und 20 Prozent sehen keine Relevanz fürs eigene Geschäft. Klar hingegen das künftige Geschäft in Großbritannien: Nur ein Drittel der Unternehmen ohne Hauptsitz im Königreich plant laut Umfrage eine Fortführung der Geschäfte auf bisherigem Niveau.

Quelle: ntv.de, bdk/AFP

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