Wirtschaft

Verbale Hiebe gegen Kraft Buffett fühlt sich ärmer

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Der große Meister hegt starke Vorbehalte gegen das Cadbury-Geschäft.

(Foto: AP)

US-Investorenlegende Warren Buffett spuckt dem Lebensmittelkonzern Kraft kräftig in die Suppe. Der Chef der Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway erneuerte seine Kritik an der Übernahme des britischen Süßwarenherstellers Cadbury. "Ich hege viele Bedenken gegen das Geschäft", sagte Buffett dem US-Fernsehsender CNBC. "Wenn ich eine Chance hätte abzustimmen, würde ich nein sagen."

Buffett stößt insbesondere sauer auf, dass Kraft die Übernahme teilweise mit neuen eigenen Aktien bezahlen will. Seine Berkshire Hathaway ist mit 9,7 Prozent der größte Aktionär von Kraft. Der Anteil würde durch die frisch gedruckten Wertpapiere verringert. "Ich fühle mich ärmer", stellte Buffett fest.

Das "Orakel vom Omaha", wie Buffett von seinen Anhängern wegen seines guten Riechers bei der Geldanlage genannt wird, hatte bereits vor zwei Wochen gegen die Übernahme gepoltert. Kraft stellte sich darauf ein und strickte die 13,1 Milliarden Euro schwere Übernahme derart um, dass die eigenen Aktionäre nicht zustimmen müssen.

Buffett ist Kraft-Chefin Irene Rosenfeld deswegen jedoch keineswegs persönlich böse: "Sie ist eine ehrbare Person." Rosenfeld war nach monatelanger Übernahmeschlacht der Durchbruch gelungen: Gegen ein erhöhtes Angebot gab das Cadbury-Management seinen Widerstand gegen die Übernahme auf. Jetzt müssen nur noch die Cadbury-Aktionäre mitziehen.

Quelle: n-tv.de, wne/dpa

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