Wirtschaft

Ölreserven für Autofahrer? Cameron will Spritpreise senken

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"Wir haben die Frage diskutiert" David Cameron zu Besuch im Weißen Haus.

(Foto: REUTERS)

Gerüchte aus der britischen Hauptstadt sorgen an den Rohstoffmärkten für Unruhe: Premier David Cameron drängt Washington angeblich dazu, gegen den Preisanstieg vorzugehen und die für den Ernstfall aufgesparten Vorräte auf den Markt zu werfen. Das Weiße Haus dementiert, der Ölpreis zittert.

Der britische Premierminister David Cameron ist einem Zeitungsbericht zufolge bereit, in einer konzertierten Aktion gemeinsam mit den Vereinigten Staaten gegen stark steigende Treibstoffpreise vorzugehen. In der Londoner "Times" hieß es, es werde erwogen, die strategischen Ölreserven beider Länder anzuzapfen, um den Aufwärtsdruck bei den Kraftstoffpreisen zu dämpfen.

David Cameron habe das Thema mit US-Präsident Barack Obama bei seinem Besuch im Weißen Haus besprochen, berichtete die Zeitung. Meldungen, dass eine mögliche Freigabe der Ölreserven bevorstehe, erwiesen sich allerdings als voreilig. Cameron selbst steht innenpolitisch aus verschiedenen Gründen .

Ein Sprecher der US-Regierung dementierte entsprechende Gerüchte. Allein die Aussicht auf einen Einsatz der strategischen Reserven löste an den Märkten Bewegung aus. Händler sprachen von leichten Rückgang der Preise.

Analysten führten die Reaktion auf die Verunsicherung zurück. Es sei nicht klar geworden, ob das Thema vom Tisch sei. Der Sprecher hatte zuvor unter anderem auch die Behauptung zurückgewiesen, dass es einen konkreten Zeitplan für ein solches Vorhaben gebe.

Die britische Zeitung "The Guardian" zitierte Premierminister Cameron mit den Worten, er wolle den britischen Familien helfen.

"Wir haben gestern keine Entscheidung über die Ölreserven erreicht, aber wir haben die Frage diskutiert. Ich denke, es ist wichtig, dass wir alles tun, was wir können, um zu versuchen, den Familien zu helfen."

Quelle: ntv.de, DJ