Wirtschaft

Lange Flaute erwartet China dämpft die Hoffnung

China hat Hoffnungen auf eine rasche Rückkehr zu alten Boomzeiten gedämpft. Die Volksrepublik habe noch einen beschwerlichen Weg vor sich, um den Exportsektor zu stabilisieren, warnt ein Sprecher des Handelsministeriums.

China_Rio_Tinto_XAY801.jpg8551887295878840680.jpgDie Ausfuhrwirtschaft war eine der Säulen des Aufschwungs im Reich der Mitte, bevor sich das rasante Wachstum im Zuge der Weltwirtschaftskrise merklich abkühlte. Der frühere Zentralbankberater Li Yang sagte, die globale Wirtschaft werde die Rezession letztlich erst in rund fünf Jahren überwunden haben. "China sollte daher nicht auf eine Belebung der Nachfrage aus dem Ausland als Antriebskraft für eine Erholung setzen", sagte Li.

Die Wirtschaft Chinas werde nach den Impulsen durch das milliardenschwere Konjunkturpaket wahrscheinlich in ein Wellental rutschen, bevor sie wieder an Kraft gewinne. Auch Ministerpräsident Wen Jiabao hatte am Wochenende erneut betont, das Fundament für eine wirtschaftliche Erholung sei noch brüchig. Zugleich kündigte er an, das milliardenschwere Konjunkturpaket bei Bedarf aufzustocken.

Großer Bruder

China hat ein Wirtschaftsprogramm im Volumen von umgerechnet 414 Mrd. Euro aufgelegt und investiert dabei insbesondere in die Infrastruktur und das Gesundheitswesen des Riesenreiches. Im Vergleich dazu: Deutschland hat mit Maßnahmen aus dem sogenannten "Konjunkturpaket 2" Mittel im Umfang von insgesamt 50 Mrd. Euro bereit gestellt und damit das größte Konjunkturprogramm in der Geschichte der Bundesrepublik aufgelegt.

Hoffen auf die TrendwendeDer Internationale Währungsfonds (IWF) prognostizierte im Mai für China ein Wirtschaftswachstum von 6,5 Prozent in diesem Jahr und von 7,5 Prozent für 2010. Die Regierung in Peking erwartet 2009 ein Plus von acht Prozent. Im vergangenen Jahr war die chinesische Wirtschaft noch um neun Prozent und in den fünf Jahren zuvor prozentual zweistellig gewachsen.

Quelle: ntv.de, mmo/rts