Wirtschaft

Wachstumsziel in Gefahr Chinas Wirtschaft lahmt

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Die chinesischen Erzeugerpreise liegen auf Sechsjahrestief.

(Foto: REUTERS)

Die Export- und Preisdaten zeigen: Das Wachstum in der Volksrepublik kühlt sich nach einem jahrelangen Boom immer mehr ab. Der Druck auf die Regierung, die Wirtschaft zu stützen, wächst.

Neueste Preisdaten verdeutlichen die Konjunkturschwäche in China. Die Erzeugerpreise fielen im Juli auf den niedrigsten Stand seit fast sechs Jahren. Das teilte das Statistikamt mit. Die Produzenten senkten ihre Preise im Juli um überraschend deutliche 5,4 Prozent und bereits den 40. Monat in Folge. Experten hatten lediglich mit einer Senkung um fünf Prozent gerechnet. Auf einem ähnlich niedrigen Niveau waren die Preise zuletzt im Oktober 2009.

Auch von den Verbraucherpreisen ging weiterer Druck auf die Regierung aus, die schwächelnde Wirtschaft zu stützen. Die Teuerungsrate lag bei 1,6 Prozent. Das war zwar etwas höher als die 1,4 Prozent aus dem Vormonat und die von Analysten erwarteten 1,5 Prozent. Die Regierung strebt jedoch eine Rate von rund drei Prozent an. Damit bleibt die Sorge, dass die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt nach den USA in eine konjunkturschädliche Spirale aus fallenden Preisen rutschen könnte.

Ausfuhren brechen ein

Auch bei den Exporten erlitt China einen Rückschlag. Wie die Zollbehörde bereits am Vortag mitteilte, fielen die Ausfuhren im Juli mit 8,3 Prozent weitaus deutlicher als von Experten befürchtet.

Nach einem jahrelangen Boom kühlt sich das Wachstum in der Volksrepublik immer deutlicher ab. Die Regierung strebt in diesem Jahr ein Plus von sieben Prozent an. 2014 hatte es noch zu 7,4 Prozent gereicht. Das war schon der kleinste Zuwachs seit einem Vierteljahrhundert.

Quelle: n-tv.de

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