Wirtschaft

"Schwarze Null in Investmentbanking" Commerzbank optimistisch

Der für das Investmentbanking zuständige Vorstand Michael Reuther hält es für durchaus möglich, in diesem Bereich 2010 eine schwarze Null zu schreiben. Die optimistischen Aussagen zu dem Bereich verhelfen den Aktien zu kräftigen Kursgewinnen.

Bei Konzernen, die - wie die Commerzbank - Staatshilfe angenommen haben, fällt diese Ausschüttung jedoch erstmal aus. Anleger der inzwischen teilverstaatlichten Bank bleibt ?

Hoffnungsträger Investmentbanking?

Commerzbank-Vorstand Michael Reuther hält in diesem Jahr die Trendwende in der verlustreichen Investmentsparte für möglich. "Wenn die Märkte mitspielen, ist es durchaus möglich, dass wir schon 2010 in der Investmentbank eine schwarze Null schreiben", sagte Reuther dem "Handelsblatt". Das neue Jahr habe etwa im Hinblick auf Anleiheemissionen gut begonnen. Die Nachricht wirkt sich positiv für die Stimmung an der Börse aus. Der Aktienkurs der Commerzbank sprang auf die Anchricht hin deutlich an.

Die Commerzbank hatte nach der Übernahme der Dresdner Bank das Investmentgeschäft stark gestutzt. Die Einsparungen aus der Zusammenlegung der Institute würden sich in den nächsten zwölf Monaten deutlich bemerkbar machen, sagte Reuther. Offen sei allerdings, welche Belastungen aus Kreditausfällen noch auf die Kapitalmarktabteilung zukämen. Neue Pläne hat Reuther für das US-Geschäft. Dort will die Bank den Markt für eine amerikanische Variante ("Covered Bond") des deutschen Pfandbriefs gewinnen. Wegen der Finanzkrise war die Commerzbank mit Pfandbrief-Plänen in den USA zuletzt nicht vorangekommen.

Bislang hatte die Commerzbank im Investmentbanking für 2012 einen operativen Gewinn von 800 Mio. Euro in Aussicht gestellt. Allein im dritten Quartal 2009 machte die Sparte noch fast 100 Mio. Euro Verlust.

Quelle: ntv.de, dpa