Wirtschaft

Banken schließen Zweigstellen Corona beschleunigt Filialsterben

imago50470946h.jpg

Der Beratungsgesellschaft zufolge dürften rund 3500 Filialen der Corona-Krise zum Opfer fallen.

(Foto: Imago)

Das Filialnetz der Banken in Deutschland hat sich im Zuge der Digitalisierung immer weiter ausgedünnt. Die Coronavirus-Pandemie sorgt einer Studie zufolge dafür, dass dieser Trend an Geschwindigkeit gewinnt.

Durch die Corona-Krise wird sich der Filialabbau bei deutschen Banken einem Zeitungsbericht zufolge beschleunigen. "Corona-bedingt" dürften bis zum Jahr 2025 zusätzlich 3500 Filialen wegfallen, schreibt die "Welt am Sonntag" und beruft sich dabei auf eine Studie der Beratungsgesellschaft Investors Marketing. Die Anzahl der Zweigstellen werde damit insgesamt um 10.700 auf rund 16.000 fallen.

"Die Krise zeigt mit Nachdruck, wie anfällig die stationären Geschäftsmodelle sind", sagte der Chef von Investors Marketing, Oliver Mihm, dem Blatt. Institute würden feststellen, dass sie weniger Zweigstellen brauchen, als sie dachten. Laut Mihms Prognose wird die Zahl der Bankfilialen damit um durchschnittlich mehr als acht Prozent pro Jahr sinken.

Bereits in den vergangenen Jahren sind zahlreiche Kundenanlaufstellen geschlossen worden. Zuletzt gab es dem Bericht zufolge noch 26.700 Bankfilialen in Deutschland, im Vergleich zu 34.000 im Jahr 2015 - ein jährlicher Rückgang von knapp sechs Prozent.

Quelle: ntv.de, jga/AFP