Wirtschaft

China schockt mit Crash-Szenarien Deutsche Auto-Anleger sehen rot

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Für VW ist China der stärkste Absatzmarkt.

(Foto: picture alliance / dpa)

Jahrelang fahren die deutschen Autobauer in China auf der Erfolgsspur, auch weil der dortige Markt mit großen Zuwächsen aufgewartet hat. Nun schrumpft er und an den Aktienbörsen herrscht Panik. Beides bekommen Auto-Anleger direkt zu spüren.

Die chinesischen Börsenturbulenzen haben die Aktienkurse der deutschen Autobauer in den Keller gedrückt. "Mit Blick nach China muss man sich vor allem Sorgen um die Autobauer machen und dies antizipieren Anleger schon jetzt im Kurs", sagte Daniel Saurenz von Feingold Research. Händler sprachen von einem Ausverkauf und Umschichten in defensivere Werte.

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Chinas Börsen sind seit Wochen auf Talfahrt, in den vergangenen eineinhalb Monaten hat der führende Shanghai Composite um mehr als 30 Prozent abgewertet. Das verunsichert auch Anleger außerhalb des Landes zunehmend. In Tokio gab der Nikkei deutlich nach, und auch hierzulande ist der "China-Crash" mittlerweile neben der griechischen Schuldenkrise das bestimmende Thema am Aktienmarkt.

Es läuft nicht mehr rund

Zugleich trüben sich die Wachstumsaussichten für die weltweit zweitgrößte Volkswirtschaft ein. Die Regierung in Peking versucht, mit massiven Eingriffen die Kursverluste zu stoppen - ohne Erfolg. Gleichzeitig sank im Juni verglichen zum Vorjahresmonat erstmals der Pkw-Absatz: um 3,2 Prozent auf 1,43 Millionen Autos.

China ist für viele Hersteller inzwischen der wichtigste Automarkt. Am deutschen Aktienmarkt schickte diese Gemengelage deshalb die Aktienkurse von Autowerten und -Zulieferern nach unten: BMW gaben 2,1 Prozent ab. Volkswagen büßte 2,6 Prozent ein, Daimler 0,9 Prozent. Conti geriet zur Wochenmitte 3,2 Prozent unter die Räder.

Quelle: ntv.de, bad