Wirtschaft

Neue ICE-Strecke durch Saale-Elster-Tal Deutschlands längste Brücke ist fertig

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Der Rohbau für die neue Hochgeschwindigkeitstrasse der Bahn über die Saale-Elster-Brücke bei Halle steht.

(Foto: picture alliance / dpa)

Der Rohbau von Deutschlands längster Brücke steht. Ab 2015 sollen die ersten ICEs über die 6,5 Kilometer lange Bahnstrecke bei Halle donnern – mit Tempo 300 mitten durch die Saale-Elster-Auen, das natürliche Überschwemmungsgebiet der beiden Flüsse.

Deutschlands längstes Brückenbauwerk ist fertig - jedenfalls im Rohbau. Am Freitag setzten Arbeiter die letzte Schweißnaht am stählernen Bogen der Saale-Elster-Talbrücke bei Halle, wie die Bahn mitteilte. Ende 2015 sollen dort die ersten Züge mit Tempo 300 auf der neuen Strecke zwischen Erfurt und dem Großraum Leipzig/Halle rollen.

Die Hauptbrücke, zu der das Bogenbauwerk gehört, ist rund 6,5 Kilometer lang. Dazu kommt ein rund 2,1 Kilometer langer Abzweig in Richtung Halle. Das Bauwerk verläuft quer durch die Saale-Elster-Auen. Umweltschützer hatten es daher heftig kritisiert und auch vor Gericht zu verhindern versucht.

Die Brücke kostet nach Bahn-Angaben rund 200 Mio. Euro. Ursprüngliche Pläne waren von 150 Mio. Euro ausgegangen. Der gesamte Streckenabschnitt ist Teil des Verkehrsprojekts Deutsche Einheit Nr. 8 - der neu- und ausgebauten Bahnstrecke von Nürnberg über Erfurt und Leipzig/Halle nach Berlin. Die Gesamtkosten werden mit zehn Mrd. Euro beziffert, die vom Bund, der Europäischen Union und der Bahn aufgebracht werden. 2017 soll die Hochgeschwindigkeitstrasse fertig sein und dann eine Fahrt von Berlin nach München in etwa vier Stunden ermöglichen.

Die Saale-Elster-Talbrücke besteht eigentlich komplett aus Beton. Nur die sogenannte Stabbogenbrücke, an der am Freitag die letzten Schweißnähte gesetzt wurden, ist aus Stahl gebaut und verleiht der Brücke ihre markante Silhouette. 2008 hatten die Bauarbeiten begonnen. Ende des kommenden Jahres werde der Probetrieb beginnen, der dann etwa ein Jahr dauere, sagte ein Bahn-Sprecher. Bis dahin würden nun Schienen verlegt und alle übrigen Bahnanlagen installiert.

Quelle: n-tv.de, dpa

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