Wirtschaft

Welt-Index Die Börsen werden politisch

Die großen Trends sind nach wie vor in Takt. In vielen Ländern bleibt billiges Geld an der Tagesordnung. Wegen der politischen Risiken in Europa reduzieren wir die im Musterportfolio bestehenden Engagements weiter.

2017 wird das Jahr vieler Paradigmenwechsel, denn egal wo die Anlegerschaft aktuell hinschaut, überall können große Veränderungsprozesse wahrgenommen werden. Ob im politischen, im wirtschaftlichen Spektrum oder an den internationalen Finanzmärkten; mal sind diese offensichtlich, mal entwickeln sich diese noch im Verborgenen. "Eine beträchtliche Wandlung ist in der internationalen Geldpolitik zu erkennen. Die Geldpolitik sendet eindeutige Erschöpfungssignale und wird zukünftig durch hohe fiskalpolitische Mehrausgaben seitens der Regierungen, zu Beginn in den USA und später auch in Europa, ersetzt werden. Kapitalströme, die zwischen Notenbanken, Geschäftsbanken und den Finanzmärkten zirkulierten, werden zukünftig ersetzt bzw. in Europa und Japan vorerst ergänzt durch reale Mehrausgaben der Staaten, welches die geschaffene Geldmenge erstmals in die Realwirtschaft transportieren wird. Das wird erstmals die Inflation spürbar zurückbringen", führt Markus C. Zschaber, Chef der gleichnamigen Vermögensverwaltungsgesellschaft, welche monatlich den "Welt-Index" veröffentlicht, aus.

"Deficit Spending" ist hier das neue Schlagwort - womit wir auch schon bei Donald Trump wären, dem zukünftigen und neuen Präsidenten der USA. Müsste man die bisher bekannte Agenda des neuen mächtigsten Mannes der Welt beschreiben, dann könnte sie zusammengefasst so aussehen: Donald Trump wird ein neues Paradigma für die USA anstoßen und den eingeschlagenen Weg von Globalisierung zur Deglobalisierung zurückdrehen, indem er sich mehr den nationalen Themen widmen wird und diese auch großzügig finanzieren möchte. Das Kapital soll zukünftig überwiegend im Land verbleiben und hier Investitionen bedienen, freie Handelsbeziehungen werden dagegen ganz hinten angestellt.

"Vergleichbare politische Entwicklungen sehen wir übrigens auch für Europa. Viele Politiker in Europa sehnen es regelrecht herbei. In Madrid, Rom und Paris ist die Sparpolitik längst passé. Die dortigen Regierungen sind davon überzeugt, dass es nun Zeit ist, wieder Geld auszugeben und zusätzliche Schulden zu machen. Donald Trump könnte dafür der Vorreiter werden, wenn nicht sogar der "game changer". Der politische Wille die EU in ihrer bisherigen Form zu erhalten, respektive die Eurozone wird zunehmend geringer, welches der Brexit bereits angedeutet hatte, und die diesjährigen Wahlen in Frankreich, Niederlande, Deutschland und wahrscheinlich auch in Italien werden das aufzeigen, selbst wenn noch keine antieuropäische Regierung an die Macht kommt", fasst Markus C. Zschaber, seinen Ausblick für 2017 zusammen.

Der Kölner Vermögensverwalter ist sich sicher, dass es ein Umdenken geben wird. Neue Konzepte und Lösungen werden benötigt: "Der Mantel des Schweigens, welchen wir jetzt seit 2010 durch das mangelhafte Krisenmanagement der Politik erlebt haben, ist nicht weiter fortzusetzen!" Die Hintergründe hierfür sind einerseits, dass der bereits heute sehr präsente Populismus es den aktuellen Regierungen immer schwieriger machen wird, ein erneutes Rettungsprogramm aufzulegen, falls es wieder zu einer krisenartigen Entwicklung kommt. Zudem haben die Maßnahmen der EZB wie u.a. das billionenschwere Anleihenaufkaufprogramm bzw. der großen Anlageportfolien zu einer Renationalisierung der europäischen Finanzmärkte geführt. Fakt ist, dass sich heute in den privaten Portfolios der großen institutionellen Anleger drastisch weniger Staatsanleihen aus den Peripheriestaaten Europas befinden, welches natürlich die Notwendigkeit, den Euro in seiner heutigen Form auf "Teufel komm raus" zu erhalten, verringert hat, so Zschaber weiter.

Das gilt insbesondere für das Szenario, dass Italien über kurz oder lang aus der Eurozone austreten könnte. Matteo Renzis verlorenes Referendum wird voraussichtlich in 2017 zu Neuwahlen führen. "Im Hinblick auf die aktuellen Umfragen in Italien ist es wahrscheinlich, dass populistische Parteien erfolgreich sein können, die auf komplizierte Probleme mit unterkomplexen Handlungen reagieren. Ein "weiter so" in Italien sehe ich seitens der italienischen Gesellschaft auf jeden Fall nicht mehr. Italien wird entweder alle Freiheiten in Sachen eigene Staatsverschuldung bekommen oder sich aus dem Euro verabschieden", führt der Geldmanager aus. Italien hat heute ohne milliardenschwere Transferzahlungen kein funktionierendes Wachstums- und Geschäftsmodell mehr in der Eurozone. Italien braucht, sofern es keine Transferzahlungen bekommt, ein Ventil um eine selbstbestimmte Währungs- und Zinspolitik vorzunehmen.

"Ich sehe das Austrittsszenario als die einzige, nachhaltige Lösung für Italien, da eine deutsche Regierung ähnliche Rettungspakte wie für Griechenland, nur in viel höheren Dimensionen, für Italien nicht mehr bewilligt bekommt ohne mit nachhaltigen Konsequenzen seitens der eigenen Bevölkerung zu rechnen. Es ist sicherlich richtig, dass ein solches Szenario erstmal zu Turbulenzen an den Finanzmärkten führen könnte, denn dieses liegt vor allem daran, dass eine neue italienische Regierung zunächst mit einem Austritt drohen wird, bevor dieser dann tatsächlich umgesetzt wird. Eine systemische Krise, welche zu einer Neuordnung der fundamentalen Relationen führen könnte und damit zum Crash, sehe ich aber selbst bei einem Austritt Italiens und Griechenlands aus der Eurozone nicht. Es dürfte vielmehr als Befreiungsschlag durch die Investoren und die Anleger aus Europa langfristig wahrgenommen werden und perspektivisch zu mehr Dynamik bei den Volkswirtschaften führen, welches die Märkte auch schnell positiv antizipieren sollten", konstatiert Markus C. Zschaber.

Ob die Politik in Europa an diesem Punkt bereits angekommen ist, die ökonomischen Realitäten zu akzeptieren und demnach zu handeln oder nochmal mittels der EZB - indirekte Finanzierungen und Transfers für nicht wettbewerbsfähige Staaten innerhalb der Eurozone umzusetzen, bleibt abzuwarten. "So oder so bleibt für den Anleger die wichtigste Konsequenz sein Geld in qualitatives Sachkapital zu investieren. Eine Mischung aus sauber durchanalysierten Qualitätsaktien, dem Eigenheim, liquiden und solventen Währungen, selektiven Rohstoffen und auch Edelmetallen sind ein Muss für jedes Vermögen in Deutschland in diesen Tagen" resümiert der Kölner Vermögensverwalter.

Auf die Frage, ob es nicht zu spät ist, jetzt noch Aktien zu kaufen antwortet Zschaber: "Die Aktienbewertung hängt neben den Unternehmensgewinnen sehr stark vom allgemeinen Zinsniveau ab. Und das wird zukünftig viel tiefer liegen als früher. Historisch schwankte der Zinszyklus um sechs Prozent für zehnjährige Zinslaufzeiten. Künftig werden es maximal noch in der Spitze drei Prozent sein. Bei Aktien sind deshalb doppelt so hohe Bewertungen langfristig gerechtfertigt. Anders ausgedrückt: Wenn früher bei 6 Prozent Zinsen der Dax bei beispielsweise 7000 Punkten fair bewertet war, ist er es bei 3 Prozent Zinsen bei 14.000 Punkten, bei gleichen Unternehmensgewinnen.

Der V.M.Z.-Kommentar zum aktuellen Stand

"In unserem Weltbild für 2017 gehen wir davon aus, dass ein ausgewachsener Handelskrieg zwischen der USA und dem Rest der Welt vermieden wird. Verbale Gefechte sind nicht auszuschließen, gerade seitens Donald Trump, dennoch erwarten wir keine Eskalation. Zwar wird die USA gerade hinsichtlich Mexiko eine härtere Gangart eingehen, allerdings sollten sich die Handelsbeziehungen zu Asien eher wieder entspannen. Daraus ergibt sich, dass China nur eine moderate Abwertung ihrer Währung gegenüber dem US-Dollar vornehmen wird. Wir rechnen damit, dass der chinesische Yuan über die nächsten zwölf Monate nur um etwa 10 Prozent abwerten sollte, welches keine strukturellen Verwerfungen mit sich bringen sollte", so Zschaber weiter. Das sollte auch die abschmelzenden Devisenreserven entspannen. Außerdem erwartet die V.M.Z. Vermögensverwaltung, dass die Blase im öffentlichen Sektor unter Kontrolle bleibt, so dass sich das Wachstum in China in einer Bandbreite zwischen 5,5 und 6 Prozent in 2017 bewegen wird. Höhere Wachstumsraten sind nicht zu erwarten, da die politischen Entscheidungsträger für die kommende Periode der finanziellen Stabilität mehr Aufmerksamkeit zuordnen werden, als weitere Konjunkturmaßnahmen durchzuführen.

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Auf der Grundlage dieser Annahmen sollte sich das weltweite BIP-Wachstum in der Bandbreite der vergangenen fünf Jahre von 2,5 bis 3,25 Prozent bleiben, wobei durchaus positives Überraschungspotenzial seitens der Schwellenländer besteht. Allerdings dürfte die Gesamtinflation in den Industrieländern von den schwachen Niveaus der Jahre 2015 bis 2016 weiter ansteigen, während die hohe Inflation in den Schwellenländern wie Brasilien und Russland deutlich abebben wird. Der "Index der Konjunkturdaten" weist aktuell ein Niveau von 67 Prozent (Vormonat: 65 Prozent) aus und signalisiert damit eine weitere Beschleunigung der globalen Konjunkturdynamik. Abzuwarten bleibt, wie sehr die politischen Instabilitäten in Europa Einfluss auf die Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft nehmen werden. Der Ausblick bleibt aber bis auf weiteres positiv. Nicht zuletzt aufgrund der robusten Konjunkturdaten aus den USA. Das BIP-Wachstum der USA 2017 sollte nach Angaben der V.M.Z. Vermögensverwaltung in einer soliden Größe in Höhe von 2,5 Prozent liegen.

"Fakt ist, dass geschäftliche Investitionen wieder anspringen, dank höherer Energiepreise und mehr letztendlicher Klarheit im Hinblick auf eine Körperschaftssteuerreform. Verbraucherausgaben werden durch einen weiteren Rückgang der Arbeitslosigkeit, steigende Löhne und Erwartungen einer Ende 2017 zu verabschiedenden Senkung der persönlichen Einkommenssteuer unterstützt.

Derweil sollte die Inflation über 2 Prozent ansteigen und der US-Notenbank gelingen, die Zinsen in 2017 zweimal anzuheben. In Amerika herrscht erstaunliche Aufbruchsstimmung. Die "animal spirits" scheinen wiederbelebt worden zu sein, welches bei den Unternehmenslenkern deutlich festzustellen ist. Aber auch bei den Konsumentenumfragen und am Immobilienmarkt steigt die Stimmung", beschreibt der Kölner Vermögensverwalter die Ausgangslage in den USA.

Nach den Analysen des "Welt-Index" wird das Wachstum der Eurozone weiterhin in einer Bandbreite von 1 bis 1,5 Prozent verharren, da die politische Ungewissheit im Vorfeld entscheidender Wahlen in Frankreich, Deutschland, den Niederlanden und möglicherweise Italien weiterhin groß ist. "Aufgrund des Wahlsystems in Frankreich, welches mit Blick auf die aktuellen Umfrageergebnisse einen Sieg von Marine Le Pen vermeiden wird, sehen wir die größte Gefahr ausgehend von Italien. Hier war die Krise in Wahrheit nie wirklich weg. Sollten Neuwahlen ausgerufen werden und eine Regierung an die Macht kommen, die den Euro zur Disposition stellt und daraus ein Referendum zum Verbleib in der Eurozone resultiert, sehe ich schwarz für Italien. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Italiener dann mit "Nein" stimmen, dürfen wir nicht unterschätzen", warnt Markus C. Zschaber. Sicher ist, dass die EZB ein solches Szenario sehr genau beobachten wird und sofern systemische Risiken auftreten, werden weitere Maßnahmen ergriffen. Bleibt der Austritt Italiens allerdings aus, wird die EZB in dem kürzlich angekündigten Umfang von 60 Milliarden Euro weiter Anleihen bis Dezember 2017 aufkaufen. Aus wahltaktischen Überlegungen (Stichwort: Deutschland) wird sie aber im Spätsommer damit beginnen, über eine Drosselung ihrer Käufe zu diskutieren, um den etablierten Parteien in Deutschland weniger Angriffsfläche zu bieten, ist sich der Chef der V.M.Z. Vermögensverwaltung sicher.

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Die Gemüter der Marktteilnehmer hinsichtlich der weltkonjunkturellen Lage sind nach wie vor angespannt. Die politischen Krisen haben quasi weltweit die Euphorie geraubt. Wirkliche Übertreibungen in den Prognosen bzw. Erwartungsirrtümer in potenziellen Entwicklungen können nicht erkannt werden. Das belegt der "Index der Markterwartungen", welcher erneut ansteigt auf ein Niveau von 68 Prozent (Vormonat: 67 Prozent). Das ist ein gutes Zeichen für die zukünftige Entwicklung der Aktienmärkte, denn ohne eine überbordende Euphorie entstehen keine Blasen, die irgendwann schmerzhaft platzen können.

Fazit & Ausblick für Anleger

Grundsätzlich gilt: Die großen Trends sind nach wie vor in Takt. "Wir erwarten, dass in Japan, den meisten Schwellenländern, in China und in Europa billiges Geld an der Tagesordnung in 2017 stehen wird. In Japan und Europa werden die Nullzinsen oder sehr niedrige Zinslevels die Refinanzierungskosten der Staaten weiter senken und zukünftig mehr Spielraum für fiskalische Impulse geben; das sollte die Aktienbörsen in Japan und speziell in Deutschland positiv unterfüttern. Ähnlich wie der deutsche Markt ist der japanische Markt aber nicht nur wegen der Exportunternehmen interessant, auch die Gewinne bei inlandsorientierten Firmen sollten in 2017 ansteigen.

Die politischen Risiken in Europa verleiten uns allerdings, die im Musterportfolio bestehenden Engagements weiter zu reduzieren, während wir sie beispielsweise in den USA, der Schweiz oder in Japan erhöhen möchten. Außerdem schauen wir auf Regionen die durch die anziehenden Rohstoffpreise profitieren sollten, wie u.a. Australien oder Kanada. Die Anleihen Seite bleibt unterm Strich uninteressant, da keine Renditen bei Nullzinsen zu erzielen sein werden; wenn überhaupt nur durch taktische und temporäre Beimischungen", konstatiert der Vermögensverwalter die Strategie für 2017.

Die Bewertung von Aktien ist im Vergleich zu Anleihen nach wie vor attraktiv und wird auch im Jahr 2017 Kapitalströme weltweit anziehen. Hier ist aber nicht von irgendwelchen Aktien, vom breiten Markt, die Rede. Nur echte Qualitätstitel kommen in Frage. Aktien von Unternehmen, deren Erträge in der Vergangenheit stabil waren und die bisher nachhaltig gewachsen sind. Global aufgestellte Konzerne mit starken Marken die mittlerweile einen großen Teil ihrer Gewinne in Emerging Markets erzielen. Sie sind kaum verschuldet und außerdem verlässliche Dividendenzahler. Wächst das Unternehmen durch seine hervorragende Wettbewerbsposition stärker als die Wirtschaft, schlägt sich dies zusätzlich in höheren Erträgen nieder. Investoren, egal ob privater oder professioneller Natur, müssen aber Geduld haben. Qualitätsaktien entfalten ihre Wirkung nicht über Nacht, sondern langsam und stetig.

Veränderungen im Musterportfolio

Zukäufe-/Nachkäufe aus den letzten 4 Wochen: Nike; Apple; Intel; IBM; Pfizer, Ebay, Newmont Mining¸ Dow Chemical, AT&T, Chevron, United Healthgroup.

Haltepositionen: Home Depot, Netflix, Caterpillar, 3M, Fresenius, General Electric, SAP, Bayer, Procter&Gamble, Leoni, Rheinmetall, Microsoft, BASF, Deutsche Post, Münchener Rück, Allianz, Anheuser Busch, Henkel, Cisco, Linde, Symrise, Reckitt Benckiser, Acuity Brands, Daimler, Continental, Beiersdorf, Geberit, Duke Energy, Unilever, RATIONAL, Bechtle, Jungheinrich.

Verkäufe aus den letzten 4 Wochen: Covestro, Stroeer, Boeing, Suedzucker, Salzgitter, Schaeffler, Kion Group, RWE AG, Fresenius Medical Care

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Asset-Allokation

Erhöht / Neu aufgenommen werden: Aktien (Large Caps) Schweiz von 0% auf 5%; Aktien (Nebenwerte) USA von 12% auf 13%; Aktien Emerging Markets von 0% auf 3%

Beibehalten werden: Aktien (Large Caps) USA von 20%; Aktien (Nebenwerte) Deutschland von 7%; Aktien (Nebenwerte) Europa von 5%; Aktien Japan von 6,5%; Staatsanleihen Emerging Markets von 2%; Edelmetalle von 5%; Cash von 1%

Reduziert werden: Aktien (Large Caps) Deutschland von 18% auf 15%; Aktien (Large Caps) Europa von 9% auf 7,5%; Wandelanleihen von 4,5% auf 3%; Unternehmensanleihen von 10% auf 7%

Das Musterdepot zum "Welt-Index" beinhaltet diverse Anlageklassen wie beispielsweise Aktien, Unternehmens-, Wandel- und Staatsanleihen sowie Rohstoffe als auch Edelmetalle. Das Portfolio wird aktiv seit fünf Jahren gemanagt und auch abgesichert je nach Börsenphase, sodass je nach Kapitalmarktsituation auch flexibel die Bargeldquote erhöht oder minimiert wird. Zur Absicherung und Gewinnmitnahmen werden auch ETF's auf Indices und Märkte verwendet. Mit dieser Art der direkten Abbildung des "Weltwirtschaftszyklus" ist es dem Musterdepot gelungen, eine konstante und höhere Wertentwicklung als der MSCI World zu erwirtschaften. Informationen hierzu und den Gedankengängen bei der Auswahl der Anlageklassen finden Sie unter www.zschaber.de/vmz/kapitalmarktstudie

Zur Methode: Die Grundlage des "Welt-Index" ist die Analyse von Wirtschaftsindikatoren aus der ganzen Welt, die eine hohe wirtschaftliche Relevanz und eine hohe Reaktion an den Finanzmärkten mit sich bringen. Diese werden weltweit von Statistikämtern und Forschungsinstituten sowie weiteren hochrangigen wissenschaftlichen Quellen veröffentlicht. In der Endform konzentriert sich der "Welt-Index", der aus zwei Komponenten besteht, dem "Index der Konjunkturdaten" und dem "Index der Markterwartungen", auf die monatlich 50 wichtigsten Konjunkturdaten, zugrunde liegen mehr als 1.000 internationale Indikatoren, die monatlich ermittelt und bewertet werden. Die Verknüpfung der Datenreihen in einer nach Dominanzfaktoren gegliederten Gewichtung gibt Aufschluss darüber, in welchem Zyklus und Stadium sich die Weltwirtschaft befindet. Aufgrund der Kombination von frühzyklischen, gleichzyklischen und nachzyklischen Indikatoren, sowie der Integration einer Erwartungskomponente ermöglicht der "Welt-Index" eine sehr genaue Messung des aktuellen Status. Um diesen zu vereinfachen, werden dann zwei Trenddaten erstellt, die Aufschluss darüber geben, wie viele der ermittelten Daten in den vergangenen vier Wochen gefallen oder gestiegen sind. Nähere Informationen hierzu unter: www.weltindex.de

Das Musterportfolio zum "Welt-Index" ist nur als begleitende Information zu verstehen und dient nicht als konkreter Anlageratschlag. Die Vermögensverwaltungsgesellschaft Dr. Markus C. Zschaber mbH erstellt den Index monatlich exklusiv für die "Welt am Sonntag" und den Nachrichtensender "n-tv". Informationen zum Index unter www.zschaber.de und www.kapitalmarktanalyse.com

Quelle: n-tv.de

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