Wirtschaft

Versprechen nicht haltbar Diesel-Umrüstungen ziehen sich hin

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Ein Software-Update wird auf einen VW Golf mit Dieselmotor geladen.

(Foto: picture alliance / Julian Strate)

Eigentlich hatten die Autobauer versprochen, bis Ende 2018 alle Alt-Diesel mit Software für geringeren Schadstoffausstoß umzurüsten. Einem Medienbericht zufolge wird daraus aber nichts. Die Hersteller sehen den Grund demnach auch bei den Kunden.

Die von der Industrie versprochenen Softwareumrüstungen für Alt-Diesel werden sich einem Medienbericht zufolge bis weit in das Jahr 2019 ziehen. Zwar erklärten Daimler, BMW und Audi auf Anfrage des "Handelsblattes", bis 1. September die von Verkehrsminister Andreas Scheuer geforderten Softwareupdates vorzulegen. Doch die Umrüstung der rund zwei Millionen Autos werde sich nach übereinstimmenden Aussagen bis weit in das kommende Jahr ziehen.

Die ursprünglich auf dem Dieselgipfel 2017 versprochene Zusage, bis Ende 2018 alle Diesel umgerüstet zu haben, lasse sich damit nicht halten. Die neuen Motorsteuerungen sollen den Ausstoß von gesundheitsschädlichem Stickoxid um bis zu dreißig Prozent senken. Die Hersteller begründeten die Verzögerungen dem Bericht zufolge auch mit den bislang fehlenden Freigaben des Kraftfahrtbundesamtes. So wolle Daimler zwar nach erfolgter Freigabe die Updates so schnell wie möglich aufspielen. "Aufgrund der hohen Anzahl wird es eine längere Zeit dauern, bis die Software bei einem Großteil der Fahrzeuge aktualisiert ist", teilte der Konzern dem Blatt mit.

Auch die VW-Tochter Audi geht nicht davon aus, dass alle Autos bis Jahresende umgerüstet sein werden. Anders als bei einem amtlich angeordneten Rückruf sei das Aufspielen für Händler und Kunden freiwillig. Die Kunden würden nicht aktiv angeschrieben. Daher sei nicht abzusehen, wie viele Autos nach Freigabe der Software tatsächlich umgerüstet werden, erklärte ein Sprecher laut Bericht.

Quelle: n-tv.de, fhe/rts

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