Wirtschaft

Antwort auf die Krise Disney-Gewinn hüpft

Der US-Unterhaltungsriese Walt Disney geht nach schweren Einbußen durch die Krise wieder auf Wachstumskurs. Getrieben vom TV-Geschäft überraschte der Konzern im vergangenen Quartal mit einem Plus bei Gewinn und Umsatz.

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So lustig kann Wirtschaft sein.

(Foto: picture-alliance/ dpa)

Walt Disney steigerte den Überschuss in seinem Anfang Oktober beendeten vierten Geschäftsquartal auch durch massive Sparbemühungen um 18 Prozent auf 895 Mio. Dollar (598 Mio. Euro). Der Umsatz wuchs um vier Prozent auf fast 9,9 Mrd. Dollar, teilte der Konzern mit Sitz im kalifornischen Burbank am Donnerstag nach US-Börsenschluss mit.

Im Gesamtjahr 2008/2009 (3.10.) sank Disneys Umsatz um vier Prozent auf 36,1 Mrd. Dollar. Der Gewinn brach unter dem Strich um ein Viertel auf 3,3 Mrd. Dollar ein.

"Ich bin erfreut, wie unser Geschäft die Krise beantwortet hat", sagte Disney-Chef Robert Iger. Disney übertraf mit den Quartalszahlen die Erwartungen der Analysten. Die Aktie lag nachbörslich im Plus.

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Nicht jede Sparte im Konzern kann jubeln: Szene aus einem Produkt der Disney-Tochter Pixar.

(Foto: AP)

In der TV-Sparte sorgten besonders Kabelkanäle wie Disney und der Sportsender ESPN mit ihren Abo-Erlösen für Zuwachs. Dagegen rutschte das Filmgeschäft rund um die Studios Disney, Touchstone, Miramax und Pixar im vergangenen Quartal in die roten Zahlen. Seit kurzem setzt Disney hier auf den bisherigen TV-Manager Rich Ross als neuen Kopf.

Auch andere Mediengiganten hatten zuletzt von Anzeichen für eine Trendwende berichtet. Die Disney-Vergnügungsparks aber bleiben noch auf Talfahrt - so auch der Europa-Ableger nahe Paris.

Die Vergnügungsparks litten zuletzt unter geringeren Ausgaben der Gäste. So schrieb die Betreibergesellschaft um das französische Euro Disney im vergangenen Geschäftsjahr trotz mehr Besuchern erneut rote Zahlen.

Vom Park in die Buchhaltung

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Fassadenschmuck an der Zentrale des Mutterkonzerns in Burbank im US-Bundesstaat Kalifornien.

(Foto: AP)

In den Parks soll nun ein Managerwechsel neuen Schwung bringen: Disney-Finanzvorstand Thomas Staggs übernimmt die Sparte. Vorgänger James Rasulo bekommt im Tausch die Finanzen. Das weltweit sechste Disneyland soll demnächst in der chinesischen Hafenstadt Shanghai entstehen - nach Paris, Tokio und Hongkong das vierte außerhalb der USA.

In der vergangenen Woche hatten die US-Rivalen Viacom (MTV, Paramount) und Time Warner (CNN, Warner Brothers) sowie der von US-Milliardär Rupert Murdoch kontrollierte Medienkonzern News Corp ebenfalls von wieder besseren Aussichten gesprochen. Auch bei Bertelsmann zahlte sich das Sparprogramm zuletzt aus. Der größte europäische Medienkonzern schrieb wieder schwarze Zahlen.

Quelle: ntv.de, dpa