Wirtschaft

Müllers Ankündigung nicht neu Douglas-Chef bleibt cool

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Henning Kreke

(Foto: picture alliance / dpa)

Douglas hat gelassen auf die Ankündigung von Drogerie-Unternehmer Erwin Müller reagiert, seinen Anteil an dem Handelsunternehmen weiter auszubauen. Müller habe bereits angekündigt, seine Beteiligung aufstocken zu wollen, erklärte Douglas-Chef Henning Kreke.

Jetzt lässt Müller seiner Ankündigung Taten folgen, "womit wir auch gerechnet haben", betonte der Manager. "Es hat sich also aus unserer Sicht nichts geändert, auch weil die Douglas-Gruppe bei den Großaktionären (…) in den besten Händen ist und bleibt", unterstrich der Douglas-Chef. Oetker hält 25,81 Prozent der Douglas-Aktien, die Familie Kreke rund 12,5 Prozent der Anteile.

"Ich will zweitgrößter Aktionär werden und schließe nicht aus, dass wir in den nächsten Monaten bereits bei 15 Prozent sind", hatte Müller, Gründer und Chef der Drogeriemarktkette Müller, gesagt.

Kritik an Russland-Einstieg

Im November 2009 war Müller mit drei Prozent bei dem im Nebenwerteindex MDax gelisteten Handelskonzern, zu dem neben den Douglas Parfümerien unter anderem noch Thalia- Buchhandlungen und Christ-Schmuckgeschäfte gehören, eingestiegen und hatte dann seine Beteiligung ausgebaut. Müller verspricht sich früheren Aussagen zufolge durch sein Engagement bei Douglas Kostenvorteile, etwa bei Einkauf und Transport. Analysten bezweifeln indes, dass sich diese Strategie durchsetzen lässt.

Heftige Kritik hatte Müller an einigen Entscheidungen Krekes, etwa dem Ein- und Ausstieg in den russischen Markt: "Ich entschied, dass der Müller-Konzern dorthin nicht expandiert. Die Mieten sowie das logistische Umfeld waren und sind zu teuer. Ein rentables Geschäft ist bis heute nicht zu betreiben", hatte Müller dem "Focus" gesagt.

Quelle: n-tv.de, rts

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23.04.09